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Prinzessinnenbad

BRD 2007

DVD 92min

Standort

WestEnd Doku - Lebensräume

Sprachen
Deutsch   
Regie
Bettina Blümner
Drehbuch
Bettina Blümner
Kamera
Mathias Schoeningh
Produzent
Peter Schwartzkopff, Dagmar Mielke, Ulle Schneider, Katja Siegel
Genre
Dokumentation
Stichworte
Coming-of-age, Freundschaft
Inhalt
Regisseurin Bettina Blümner begleitet die drei Mädchen Klara, Mina und Tanutscha mit der Kamera durch den Berliner Stadtteil Kreuzberg.

Kommentare

3 Punkte von no nörgel:
So viel hab ich von diesem Film gehört, meinen Erwartungen konnte er nicht stand halten.... 3 Freundinnen Mina, Klara und Tanutscha leben in Berlin-Kreutzberg. Sie stecken mitten in der Pubertät, sie rauchen, trinken,reden über Männer...Sie wirken erwachsen und abgeklärt und doch sind sie noch Kinder, die sich nach jemandem sehnen der Grenzen setzt und dem sie nicht egal sind. Deutlich wird das an Aussagen wie: "Türken sind bessere Männer, als die Deutschen, sie sind nicht so geizig und verbieten einem Sachen, aber ich mach dann trotzdem was ich will." Bei mütterlichen Verboten, wie kein Heroin und kein Nachwuchs- vielleicht die logische Konsequenz. Überhaupt ist alles ganz harmonisch, kaum Zoff zu Hause oder mit den Freundinnen- kenn ich anders. Ein schöner Film, aber dafür dass die Mädchen von Bettina Blümler 1 Jahr begleitet wurden, zu oberflächlich, zu wenig berührend, zu wenig intensiv in Bezug auf die Gedanken und Gefühle der Mädels oder dieser einzigartigen Zeit, der Pubertät.Rock&Roll und Weltschmerz, wo seid ihr?

4 Punkte von Lars Tuncay:
Fünfzehn – drei Mädchen zwischen Kinder- und Erwachsenenwelt. Vielleicht das prägendste Alter in der Entwicklung zur Frau. Klara, Mina und Tanutscha sind fünfzehn und einen gewaltigen Schritt weiter, als ihre Altersgenossinnen, denn sie leben in Kreuzberg. Das harte Pflaster im Herzen Berlins hat auch sie abgehärtet. Ihre Kindheit im … Kiez hat sie vorbereitet für eine männerdominierte Welt, trotz Abstinenz einer Vaterfigur. In ihrer Freizeit telefonieren sie mit fremden Typen per Dating-Hotline, hängen mit türkischen Freunden ab, rauchen und trinken unentwegt. Tagsüber drücken sie die Schulbank und hier kommen die deutlichsten Unterschiede zwischen den drei Teenies zum Vorschein: während Mina auf ihr Abi hinarbeitet und Tanutscha unbedingt ihren Abschluss machen will, geht Klara auf eine Schwänzerschule. Nebenbei leistet die frühreife Blonde Sozialstunden in einem Café, nachdem sie 200 Euro aus der Geldbörse ihrer Oma geklaut hat. „Für irgendwelche Arschlöcher“, wie sie sagt. Insgeheim wünscht sie sich jemanden, der ihr sagt, wo es lang geht. Aber ihre Mutter verbietet ihr nur zwei Dinge: Heroin und Schwangerschaft. Tanutscha verhandelt derweil mit ihrer Mutter über längere Weggehzeiten und erzählt in einem anderen Moment davon, wie sie sich zuletzt besinnungslos soff. Die brave Mina scheint nicht in das Dreiergespann zu passen. Während Klara und Tanutscha um die Blocks ziehen und dabei den Männern den Kopf verdrehen, fixiert sich Mina ganz auf ihren Freund, der sein Abi bereits in der Tasche hat und ein Jahr lang durch Südamerika reisen will. Doch im Mittelpunkt steht die Freundschaft der drei, die ewig dauern wird, wenn es nach ihnen ginge. Doch die jugendliche Naivität kann nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass jede von ihnen bereits ihren eigenen Weg geht. Bettina Blümner ist ihnen ein Jahr lang mit der Kamera gefolgt. Die entlarvend ehrlichen Aussagen und die intimen Momente erreicht sie durch respektvollen Abstand. Sie inszeniert nicht, forciert keine Situation. Dadurch entsteht ein angenehm realistisches Bild, das eher Milieustudie ist, als eine repräsentative Analyse der Generation Tokio Hotel.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb