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Gone Baby Gone

USA 2007

DVD 109min

Standort

WestEnd Thriller

Sprachen
Deutsch, Englisch, Italienisch, Türkisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch, Niederländisch, Italienisch, Hebräisch, Slowenisch, Türkisch, Kroatisch, Serbisch   
Regie
Ben Affleck
Drehbuch
Aaron Stockard
Kamera
John Toll
Musik
Harry Gregson-Williams
Produzent
Ben Affleck, Sean Bailey, Danton Rissner
Literaturvorlage
Dennis Lehane
Schauspiel
Morgan Freeman, Mark Margolis, Ed Harris, Casey Affleck, Michelle Monaghan, Amy Ryan, Edi Gathegi, Amy Madigan, John Ashton
Empfohlen von
Mitarbeiter
Genre
Thriller, Drama
Stichworte
Entführung
Inhalt
Ben Affleck's Regiedebüt - ein atypischer Hollywoodfilm um ein entführtes Kind und die sich dahinter versteckenden Machenschaften.

Kommentare

5 Punkte von Lars Tuncay:
„Er ist älter, als er aussieht“, meint Patricks Freundin Angie einmal über ihn, um ihn vor der Häme der Cops zu bewahren. Doch ihres Schutzes bedarf er eigentlich nicht, denn er weiß durchaus, sich zu wehren und kommt mit seiner freundschaftlichen Art und guten Beziehungen weiter, als die Meisten der Männer in Uniform. Der Detektiv hat den Auftrag erhalten, in der Entführung der kleinen Amanda zu ermitteln. Schon bald entdeckt er ein Geflecht aus Lügen, Korruption und Mord, dass zunehmend droht größer, als er selbst zu werden. Ihm werden zwei Polizisten zur Seite gestellt, aber wenn er in der sozialen Müllkippe Bostons unterwegs ist und Drogenbossen, Dealern und anderen Gangstern gegenübersteht, hilft ihm nur noch sein Verstand. Die Zeit läuft davon und die Verdächtigen dezimieren sich gegenseitig. Amandas Mutter Helene, ein drogensüchtiges Wrack, schwankt derweil zwischen Hilflosigkeit und Gleichgültigkeit. Es ist beachtlich, wie Schauspieler Ben Affleck in seinem Regiedebüt die unzähligen Fäden zusammenhält. Zu Seite stehen ihm ein exzellenter Cast, darunter Charaktermimen, wie Morgan Freeman und Ed Harris, und ein großartiges Drehbuch von Meister Dennis Lehane („Mystic River“). Ähnlich wie sein großer Bruder Ben auf dem Regiestuhl überrascht auch Casey Affleck in der Rolle des milchgesichtigen Detektivs. Sein aufopferungsvolles Streben nach Gerechtigkeit wirft zahlreiche moralische Fragen auf und bleibt spannend bis zum bitteren Ende.

5 Punkte von Bodo Morten:
Auf den ersten Blick mag es wie ein Standard- Hollywood- Polizisten- Verschwörungs- Streifen anmuten. Morgan Freemann als alternder Polizeichef und die Verstrickungen seiner Schäfchen, die sich erst gegen Ende offenbaren. Gleich in den ersten Einstellungen lässt sich aber vermuten, dass da einer das Brennglas etwas schärfer eingestellt hat und die folgende Handlung verdankt ihren tragenden Unterbau den scharf gezeichneten Charakteren, welche in ihrer Präsenz das Zeug zu den Figuren eines Dramas der Moderne haben. Deswegen ist die Leistung der Darsteller und ihres Lenkers auch in keiner Weise zu schmälern. Ein Film der über den Unterhaltungsauftrag hinausgeht und hängen bleibt.

1 Punkte von ck:
Leider einer der schlechtesten Filme die ich in letzter Zeit gesehen habe: Während die Handlung noch einigermaßen über die Zeit kommt, stellen sich insbesondere beim Hauptdarsteller schon nach wenigen Minuten die ersten Zweifel ein. Selten habe ich solch ein unglaubwürdiges Spiel in einem Film mit andererseits so exzellent besetzten Nebenrollen (Morgan Freeman) erlebt. Wobei die hanebüchenen Dialoge sicher einen Anteil am sich einstellenden Fremdschämen haben. Womöglich hätte der Regisseur in seinem Erstlingswerk besser auf ein paar Stereotypen verzichtet, und die Hauptrolle nicht ausgerechnet seinem nicht ohne Grund bisher nur in Nebenrollen aufgetretenen Bruder gegeben. Hätte ich im Kino gesessen, ich wäre raus gegangen. Sicher werden einige moralische Fragen aufgeworfen – ob der Film sie jedoch befriedigend beantwortet, steht auf einem ganz anderen Blatt. Hervorzuheben sind die tatsächlich authentisch besetzten Kleindarsteller (siehe Bonusmaterial) die dem Film an anderer Stelle ein wenig von der Glaubwürdigkeit zurückgeben, die an anderer Stelle schmerzlich fehlen.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb