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Away from Her

Kanada 2006

DVD 110min

Standort

WestEnd Drama - Europa & Welt

Sprachen
Deutsch, Englisch, Französisch   
Regie
Sarah Polley
Drehbuch
Sarah Polley
Kamera
Luc Montpellier
Musik
Jonathan Goldsmith
Produzent
Atom Egoyan, Simone Urdl
Literaturvorlage
Alice Munro
Schauspiel
Julie Christie, Michael Murphy, Alberta Watson, Wendy Crewson, Gordon Pinsent, Olympia Dukakis, Grace Lynn Kung, Kristen Thomson, Stacey LaBerge
Empfohlen von
Maria, Mitarbeiter
Genre
Drama, Liebesfilm
Stichworte
Alter/Lebensabend, Amnesie, Krankheit / Krankenhaus
Inhalt
Mehr als 40 Jahre sind Grant und Fiona verheiratet, und auch wenn nicht immer alles einfach war, kann sich der eine das Leben längst nicht mehr ohne den anderen vorstellen. Als Fiona (Julie Christie) an Alzheimer erkrankt, will sie Grant nicht belasten und weist sich selbst in ein Heim ein. Die vorgeschriebene Trennung zum Eingewöhnen stürzt Grant in tiefe Verzweiflung, und als er Fiona wiedertrifft, kümmert sie sich um einen ihrer Mitpatienten, kann sich aber bereits nicht mehr an ihren Mann erinnern. Das Regiedebut der Schauspielerin Sarah Polley erzählt in ruhigen Einstellungen eine berührende und dabei nie sentimentale Geschichte über Liebe, Verlust und Vergebung.(x)

Kommentare

5 Punkte von Lars Tuncay:
Das einfühlsame Drama um das Thema Alzheimer war im letzten Jahr die Überraschung auf der Berlinale und wurde bei seinem Kinostart von der Kritik gefeiert. Wer den Film auf der Leinwand verpasst hat, sollte ihn sich nun auf DVD nicht entgehen lassen. Das Regiedebüt der kanadischen Schauspielerin Sarah Polley lebt von seiner sensiblen Liebesgeschichte und der schmerzvollen Konfrontation mit dem allmählichen Verlust eines Menschen. Der relativ unbekannte Gordon Pinsent und die oscarnominierte Julie Christie glänzen mit einer schmerzhaft realitätsnahen Darstellung der Liebenden. Die einfachen und doch sehr poetischen Bilder haben auch im Wohnzimmer nichts von ihrer Intensität verloren. Zusätzlich zum Originalton und der deutschen Synchronisation befindet sich auch eine französische Tonspur auf der DVD. Neben einem leider sehr kurz geratenen Zusammenschnitt von Interviews befindet sich auf der DVD noch der 45minütige Dokumentarfilm Der Tag, der in der Handtasche verschwand, der einen schmerzhaften Einblick in die Umwelt von Demenzkranken gewährt. Die 2002 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnete Dokumentation von Marion Kainz bietet eine sinnvolle Ergänzung zu diesem herausragenden Erstlingswerk.

5 Punkte von massive4r7:
Ja, schmerzhaft und realitätsnah trifft's, aber zugleich sehr intelligent und lehrreich zeigt der Film einen starken Versuch mit der Alzheimerkrankheit umzugehen. Viel Liebe, Treue, Schmerz und trotzdem kein bisschen schmalzig oder pathetisch. Sehr bewegend ist es zu sehen, wie schwer es sein kann jemanden zu verlieren, den man schon sehr lange kennt und liebt, und dann auch noch ohne, dass derjenige stirbt. Da ist jemand, der lebt, atmet, geht und aussieht wie meine große Liebe, und doch ist er nicht mehr derselbse. Er ist da und doch nicht mehr da. Nicht mehr dieselbe Person? Zu den großartigen Bildern und der unbeschreiblichen Atmosphäre ist der Dokumentarfilm "Der Tag, der in der Handtasche verschwand" wie ein Kontrast und auch sehr zu empfehlen. Volle 5!

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb