Blättern  

Suche

Suche
WestEnd Logo

Brassed off - Mit Pauken und Trompeten
Brassed off

Grossbritannien 1996

DVD 107min

Standort

WestEnd DVD-Katalog/ Komödie

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Mark Herman
Drehbuch
Mark Herman
Kamera
Andy Collins
Musik
Trevor Jones
Produzent
Steve Abbott
Schauspiel
Ewan McGregor, Jim Carter, Pete Postlethwaite, David Arnold, Philip Jackson, Kenneth Colley, Adam Fogerty, Peter Martin, Tara Fitzgerald, Sue Johnston, Stephen Tompkinson
Genre
Drama, Komödie
Stichworte
Arbeitslosigkeit, Romantische Komödie
Inhalt
Als die Zeche einer nordenglischen Bergarbeiterstadt geschlossen werden soll, gerät ihr ganzer Stolz, die traditions- reiche Blaskapelle in Schwierigkeiten, mobilisiert gleichzeitig aber auch Solidarität und Widerstand. Hinreißende britische Sozial-Komödie.

Kommentare

4 Punkte von Tino:
Grimley, Yorkshire 1992 - der Norden Englands, geprägt von Altindustrien, wie der Steinkohleverarbeitung, befindet sich im Niedergang. Die Regierung Thatcher setzte seit 1984 250.000 Bergarbeiter auf die Strasse. Die Musikanten der Grimley Brass Band soll das gleiche Schicksal ereilen. Die Hoffnung geht verloren, die Band droht zu zerfallen, obwohl reelle Chancen bestehen, das Landesfinale der Blasmusikkapellen zu erreichen. Der einzige, der die Hoffnung nicht verliert ist der Kapellmeister. Als dieser droht das zeitliche zu segnen, ist für die Band Zeit zu handeln. Das komische Melodrama (sowas gibts nur aus England) verbindet unverblühmte Sozialkritik mit soviel Witz und Optimismus, dass immer dann wenn einem die Tränen kommen, ein Lächeln daraus entsteht. Die fulminante Rede des Kappellmeisters in der Sir Albert Hall, hätte in anderen Teilen dieser Erde, die Hinrichtung des Regisseurs bedeutet. Großes Kino - ansehen!

5 Punkte von Pirx:
Groß, richtig groß. Nicht, weil ich inflationär mit Bestnoten um mich schmeißen will. Aber dieses Stück britisches 90er-Kino hat neben der omnipräsenten Sozialkritik (siehe "The Navigators"), dem Hang zum Bitterbösen (siehe "Shallow Grave"), harter Realität und dem lakonischen Humor einfach noch die letzten 10 Prozent: dreidimensionale Darsteller, ins Schwarze treffende Dialoge und trotz des durchaus pessimistischen Plots eine Wärme und Optimismus, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Wer denkt, das kriegen nur die Dänen hin - hier ist der Gegenbeweis. Und natürlich: Blasmusik ist meine Sache ja nun auch nicht. Aber ich verspreche: die 3 Minuten "Aranjuez" sind ganz weit vorne, wenn es um die besten Musikminuten im Film der letzten Dekade geht.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb