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Persepolis

USA, Frankreich 2007

DVD 94min

Standort

WestEnd Trick/ Anime

Sprachen
Deutsch, Französisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud
Drehbuch
Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud
Musik
Olivier Bernet
Produzent
Xavier Rigault, Marc-Antoine Robert
Stimme
Hanns Zischler, Catherine Deneuve, Simon Abkarian, Jasmin Tabatabai, Chiara Mastroianni, Danielle Darrieux, Nadja Tiller
Comic
Marjane Satrapi
Awards
Cannes: Großer Preis der Jury für Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud
César
Europäischer Filmpreis (Felix)
Empfohlen von
Inga, Mitarbeiter
Genre
Trick/Animation, Drama
Stichworte
Religion, zeithistorisch, Aufstand / Revolte / Rebellion, Comicverfilmung
Inhalt
Erzählt wird die Geschichte von Marji, die als Kind die Islamische Revolution im Iran miterlebt. Trotzig reagiert sie auf das Kopftuch und trägt weiter Jeans, Turnschuhe und ihre "Punk is not ded"-Jacke und wird schließlich von ihren Eltern nach Wien ins Exil geschickt. - Verfilmung des autobiografischen Comics der Iranerin Marjane Satrapi - beide, Comic und Film wurden hoch gelobt und vielfach ausgezeichnet.

Kommentare

4 Punkte von Lars Tuncay:
Teheran in den Siebzigern: Marjane ist ein ganz normales Mädchen, das unter anormalen Umständen aufwächst. In ihrer Heimat, dem Iran, herrscht der politische Ausnahmezustand. Als Marjane 8 Jahre alt ist, beuten die Mullahs das Land aus, mit 14 übernehmen revolutionäre Kräfte die Regierung. Unter der Burka trägt das junge Mädchen Punk-Klamotten und legt sich mit den Lehrern an. Schließlich wird sie ins Exil nach Österreich geschickt, damit sie es besser hat als die Eltern, die fürchten müssen, jederzeit im Gefängnis zu landen. In Europa ist Marjane frei, aber fremd. Auch der Iran hört Abba: Marjane Satrapi erzählt in ihren Comics von ihrer Kindheit zwischen Religion und Gewalt. Gemeinsam mit dem Franzosen Vincent Paronnaud inszenierte sie nun einen Zeichentrickfilm basierend auf ihren Geschichten. Im kunstvollen Schwarz-Weiß eröffnet sie uns so einen ernsten und witzigen, pointierten und klugen Einblick in eine unbekannte Welt. In Zeiten von Terrorismus und den Drohgebaren eines totalitären Systems zeigt sie uns, dass unter den Burkas Frauen stecken, die genauso träumen können wie wir. Ein mutiges Statement, dass man in Satrapis Heimat erwartungsgemäß nicht gerne hört: dort sind sowohl der Film, als auch ihre Comics verboten.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb