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Darjeeling Limited
The Darjeeling Limited

USA 2007

DVD, BLU 87min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
DVD:, Deutsch, Englisch, Spanisch   BLU:, Deutsch, Englisch, Französisch   
Untertitel
DVD:, Deutsch, Englisch, Spanisch   BLU:, Deutsch, Englisch, Spanisch   
Regie
Wes Anderson
Drehbuch
Wes Anderson, Jason Schwartzman, Roman Coppola
Kamera
Robert D. Yeoman
Produzent
Scott Rudin, Wes Anderson, Roman Coppola, Lydia Dean Pilcher
Schauspiel
Natalie Portman, Bill Murray, Owen Wilson, Jason Schwartzman, Anjelica Huston, Adrien Brody, Barbet Schroeder, Wallace Wolodarsky, Kumar Pallana, Irfan Khan, Amara Karan, Waris Ahluwalia
Empfohlen von
Maria, Martin, Mitarbeiter
Genre
Komödie, Abenteuerfilm
Stichworte
Roadmovie, Familie, Brüder, Eltern/Kinder
Inhalt
Francis (Owen Wilson), Peter (Jason Schwartzman) und Jack (Adrien Brody) reisen per Bahn durch Indien. Die Zwangsgemeinschaft im "Darjeeling Limited" soll die ungleichen Brüder nach dem Plan von Francis wieder versöhnen. Doch bevor familiäre Altlasten Klärung finden können werden sie wegen ihrer sich stetig anwachsenden Gepäcklasten vom Bordschaffner aus dem Zug geworfen. Dort, in der Wüstenprovinz Rajasthan, mit 11 Koffern und Laminiergerät ausgerüstet, beginnt die eigentliche Reise.

Kommentare

4 Punkte von Lars Tuncay:
Wes Anderson ist ein Paradiesvogel im Filmtreiben Hollywoods. Seine Werke entziehen sich regelmäßig jeglicher Kategorisierung und sämtlichen Erwartungen, die man an sie stellt. Er gönnt sich auch schon mal einen Vorfilm, um seine Geschichte ein halbes Jahr vor Kinostart zu beginnen. Dieser 10minüter hört auf den Namen HOTEL CHEVALIER und bildet nun auch im Kino eine hervorragende Einstimmung auf die darauf folgenden 90 Minuten Skurrilität, Sinnsuche und Slowmotions. Hauptdarsteller in DARJEELING LIMITED ist der gleichnamige Zug – eine alte, ehrwürdige Dampflokomotive mit hölzernen Wagons. Einen von ihnen beziehen die Brüder Peter, Jack und der Älteste, Kontrollfreak Francis, der sie in diesem Abteil versammelt hat, um mit ihnen die alte Bruderschaft wieder herauf zu beschwören. Anlass dafür war ein Unfall, der beinahe tödlich für ihn ausgegangen wäre. Nun sitzt er bandagiert auf der Bank und erklärt seine Pläne, die täglich auf laminierten Kärtchen genauestens dokumentiert werden. Was die beiden anderen noch nicht wissen: Ziel ist ein Kloster am Fuße des Himalaya, in dem ihre Mutter predigt. Jedoch hat Francis die Macken und Marotten seiner Brüder nicht in die Planung einbezogen. Peters Vorliebe für gefährliche Tiere zum Beispiel, oder Jacks Hang zu Frauen. Schon bald besteigt dieser die ansehnliche Bordbedienung und Peter geht auf die Suche nach seiner Schlange, die ihm über Nacht abhanden gekommen ist. Die drei landen folgerichtig mitten im Nirgendwo mit einem Kofferset, einem Drucker und einer Laminiermaschine. Wusste man bei Andersons früheren Filmen nie so recht, ob man nun lachen oder weinen sollte, ist sein fünfter Spielfilm geprägt von Staunen ob der Phantasie und der liebenswert menschlichen Art, mit der der verschrobene Texaner seine Geschichte zu erzählen weiß. Wie immer von einem Soundtrack aus Sixties-Klassikern untermalt, geleitet er drei Großstädter aus einem Dunst aus Nikotin, Hustensaft und Schmerzmitteln hin zum Seelenheil. Die drei stehen mal im Bademantel in der weiten Landschaft Indiens, raufen sich präpubertär auf dem Boden ihres Abteils oder fassen sich an den Händen zum Gebet. Der Zug dient Anderson, wie schon das U-Boot in seiner letzten filmischen Odyssee dazu, wundervolle Montagen mit den verschiedenen Charakteren seiner Geschichte zu malen, als wären sie Wachsmalstift auf Papier.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb