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Juno

USA, Kanada 2007

DVD, BLU 92min

Standort

WestEnd Komödie - Hollywood

Sprachen
DVD:, Deutsch, Englisch, Spanisch   BLU:, Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch   
Untertitel
DVD:, Deutsch, Englisch, Spanisch, Griechisch, Hebräisch   BLU:, Deutsch, Englisch, Spanisch, Griechisch, Hebräisch   
Regie
Jason Reitman
Drehbuch
Diablo Cody
Kamera
Eric Steelberg
Musik
Matt Messina
Produzent
John Malkovich, Russell Smith (IV), Lianne Halfon, Mason Novick
Schauspiel
J.K. Simmons, Jason Bateman, Rainn Wilson, Ellen Page, Allison Janney, Jennifer Garner, Cameron Bright, Michael Cera, Valerie Tian, Kirsten Williamson, Emily Perkins
Empfohlen von
Mitarbeiter
Genre
Komödie
Stichworte
Teeny Komödie, Eltern/Kinder, Familie
Inhalt
Juno (Ellen Page), gerade 16 und ungewollt schwanger vom besten Kumpel, beschließt nach einem kurzen Aufenthalt in einer Abtreibungsklinik die Adoption ihres Kindes zu organisieren. Mit selbstbewußter Haltung, ironischen Kommentaren über ihren Zustand, das „Ding“, hält sie sich die Angelegenheit verbal vom Leibe und begegnet der Welt der Erwachsenen mit erstaunlicher Bodenhaftung.

Kommentare

3 Punkte von Björn Siebert:
Jugendkomödien sind ja schon so etwas wie das Markenzeichen des neueren Hollywoodfilms. Virgin Suicide, Garden State, Election, Rushmore, Little Miss Sunshine mit Abstrichen und und und. Der Mix bleibt immer der selbe: Ein Soundrack mit den einschlägigen Songs von Wehleidigen Bands Marke Belle & Sebastian, The Shins, Death Cab for Cutie, Adam Green und Freunde im Geiste. Dann bittersüße Bilder die niemanden verstören, die Kinder sind immer altkluger als ihre gewöhnungsbedürftigen Eltern (im Mittelteil wirken die Dialoge bei Juno schrecklich gestellt und gehen wie fiese Ohrwürmer rein ins Gehirn). Immer wenn man denkt, dass ist jetzt mal ne gute Szene, laufen eine Horde Trainingshosenträger durchs Bild. Alles wird einem Scherz geopfert. Dann kommen die üblichen Popverweise, diesmal muss der großartige Dario Argento einen Vergleich mit einem schlechten Gore-Regisseur aushalten, dass ist doppelt bitter, Jetzt rennen alle in die Videotheken und leihen den blöden Gore-Film von Herschell Gordon Lewis aus, anstatt Dario Argentos Meisterwerk Suspiria. Sonic Youth werden auch noch zitiert, man wünschte sich, sie hätten den Soundtrack geschrieben und nicht Kimya Dawson. Und so bleibt alles wie es ist: Die einzigen Filme, die die wirklichen Gefühle von Jugendlichen einfangen, sind die schwer erträglichen Filme von Larry Clark. Der Rest ist das was sich Erwachsene darunter vorstellen. Kunterbunte Pop-Filme als Vermarktungsantrieb für einen coolen Soundtrack. Die Jugend schaut hingegen Saw 3 (und eben nicht Dario Argento) und Harry Potter (und eben nicht Rushmore, einer der wenigen guten schrulligen Jugendkomödien) und wundert sich über Juno. Jason Reitman, nach seinem "Thank you for Smoking" zurecht gefeiert, mit einem unentschlossenen Film. So bleibt er nur einer unter vielen. "Juno", darüber redet in einem Jahr kein Mensch mehr. Für ansprechende Unterhaltung nach einem schweren Arbeitstag reicht es Aufgrund der Darstellerleistung von Ellen Page gerade eben noch.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb