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Der schwarze Engel
Obsession

USA 1976

DVD 92min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Brian De Palma
Drehbuch
Paul Schrader, Brian De Palma
Kamera
Vilmos Zsigmond
Musik
Bernard Herrmann
Produzent
George Litto
Schauspiel
John Lithgow, Cliff Robertson, Genevieve Bujold, Wanda Blackman, Nick Kreiger, J. Patrick McNamara, Stanley J. Reyes, Sylvia Kuumba Williams
Genre
Drama, Thriller
Stichworte
Psychothriller
Inhalt
16 Jahre nach dem Tod seiner Frau begegnet ein Manager aus New Orleans in Italien einem Mädchen, das ihr verblüffend ähnelt. Romantischer, an "Vertigo" erinnernder Psychothriller, trotzdem eigenständig.

Kommentare

4 Punkte von T- Bone Steak:
dePalmas unspektakulärster,aber atmosphärischster Film (okay, mal von CARRIE abgesehen). Seinem Gott Alfred ist er nie wieder näher gekommen, was allerdings auch ganz entschieden an Schraders Drehbuch liegt.

4 Punkte von Björn Siebert:
Zwei Filme von Hitchcock als Vorbilder für Brian De Palma ambitioniertes Pastiche: Vertigo und Rebecca. Von Rebecca wurde das Haus und der verschlossene Raum entliehen, auch das männliche Verhalten mit der zweiten Heirat ist Hitchs Gothic-Movie in Reinkultur. Der Rest ist Vertigo mit den Schauplätzen von Friedhöfen, Kirchen und doppelten Frauenfiguren. Der Mann übernimmt auch hier die Rolle des Nekrophilen und auch der gesamte Film, der niemals zu einer Eigenständigkeit findet ist ja förmlich eine Totenverehrung (die von Hitchcock). Doch Brian De Palma inszeniert das gar nicht wie Hitch sondern eher wie Dario Argento das machen würde, inklusive seltsamen Weichzeichnern Verwischungseffekten, und übersteuerter Gruselmusik. De Palma und sein von Schrader erfundenes monströses Ende läßt die Totenverehrung aufeinmal in reine Unzucht (und Inzucht) umwandeln. Das ist der stärkste Moment des Films, direkt am Ende, das tut natürlich gut. Ein toller Schluss, den ich hier gerade verraten habe. Wobei ich noch anmerken möchte, dass Schraders Drehbuch zu seinen Schwächeren zählt. Die Verbindung De Palma und Schrader zerfiel danach auch wieder, die beiden arbeiteten nicht wieder zusammen. Knappe 4 Punkte für den Film. Mit der Erkenntnis: Hätte Alfred Hitchcock eine Tochter gehabt, der Brian hätte sich an sie rangemacht. 100 pro.

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