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There Will Be Blood

USA 2007

DVD 151min

Standort

WestEnd Drama - Hollywood

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch, Türkisch   
Regie
Paul Thomas Anderson
Drehbuch
Paul Thomas Anderson
Kamera
Robert Elswit
Musik
Jonny Greenwood
Produzent
Paul Thomas Anderson, Joanne Sellar, Daniel Lupi
Literaturvorlage
Upton Sinclair
Schauspiel
Ciaran Hinds, Paul Dano, Daniel Day-Lewis, Paul F. Tompkins, Kevin J. O'Connor, David Willis, Kevin Breznahan, Barry Del Sherman, Joseph Mussey, Jacob Stringer, Martin Stringer, Matthew Braden Stringer, Harrison Taylor, Stockton Taylor
Awards
Oscar für Daniel Day-Lewis, Robert Elswit
Amandaprisen
Empfohlen von
Lars , Martin, skies&clouds, Torsten, Mitarbeiter
Genre
Drama
Stichworte
Religion, Familie, Verbrechen, Einsamkeit
Inhalt
Verfilmung nach dem Roman "Oil!" von Upton Sinclair von 1927, der Biografie des kalifornischen Ölmagnaten Edward L. Doheny (1856-1935). - Daniel Plainview ist Ende des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach den Bodenschätzen Kaliforniens. Er findet Öl, schwatzt den Farmern billig ihr Land ab und steigt binnen weniger Jahre zum schwerreichen Tycoon auf, ein Aufstieg der keine Rücksicht kennt.

Kommentare

5 Punkte von Lars Tuncay:
Was für ein Brocken. Paul Thomas Anderson hat sein Meisterwerk geschaffen. Zu verdanken hat er das, neben einer grandiosen Kamera, deren Bilder sich in das Gedächtnis einbrennen und der bedrohlich-disharmonischen Musik von Radiohead-Gitarrist Johnny Greenwood, vor allem seinem Hauptdarsteller. Day-Lewis wächst ein weiteres Mal über sich hinaus und lässt wenig Raum in seinem Schatten. Neben ihm glänzt Dillon Freasier als stummer Sohn H.W.. Spielfiguren in einem ur-amerikanischen Film aus Öl, Staub und menschlichen Abgründen. Ein Monolith von einem Film. Groß, schwarz, erhaben. Ein ganz großer Wurf, Herr Anderson.

5 Punkte von Alfons:
Paul Thomas Anderson ist ein Geschichtenerzähler. Er scheut sich nicht, Epen zu erzählen und ist seiner Heimat streng verpflichtet: Alle seine Filme bilden US-amerikanische Geschichten ab. Sie sind dicht, sie sind vielschichtig, facettenreich und meistens sind seine Figuren Scheiternde. Sie scheitern als Menschen an den Umständen, welche sie umgeben, in die sie hineingeboren werden, an diesem amerikanischen System des Höher-Schneller-Weiter. Anderson scheut sich ebenso wenig, seinen Figuren eine Ambivalenz zuzugestehen, in THERE WILL BE BLOOD ist die Hauptfigur ein regelrechtes Ekel von Mensch. Und man kann nicht anders, man folgt - man will folgen! - diesem Ekel fasziniert durch die 151 Minuten Film und findet sich bei den letzten Bildern (ja! BILDER!), beim Abspann erschöpft, erschlagen, überwältigt und vor allem begeistert von diesem Film. Es ist schlicht entfesselter Wahnsinn, den Anderson und sein Hauptdarsteller Day-Lewis hier an cineastischen Großtaten Bild werden lassen. Ein Film, der GESEHEN werden muss, der GEFÜHLT werden muss, den es so nur sehr selten gibt. Ein Kniefall von mir für dieses Meisterwerk.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb