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Ludwig II.
Ludwig

Frankreich, Italien, BRD 1972

DVD 238min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Italienisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Luchino Visconti
Drehbuch
Luchino Visconti, Enrico Medioli, Suso Cecchi d'Amico
Kamera
Armando Nannuzzi
Musik
Richard Wagner, Robert Schumann, Jacques Offenbach
Produzent
Dieter Geissler, Ugo Santalucia
Schauspiel
Romy Schneider, Gert Fröbe, Adriana Asti, Helmut Berger, Trevor Howard, Silvana Mangano, Helmut Griem, Umberto Orsini, Nora Ricci, Alexander Allerson, Mark Burns, Heinz Moog, Izabella Telezynska, Folker Bohnet, John Moulder-Brown
Empfohlen von
Inga, Mitarbeiter
Genre
Historienfilm, Drama
Stichworte
Biografie
Inhalt
Bildgewaltig und mit großer Ausstattung beschwört Visconti die rauschhafte Ästhetik des 19. Jahrhunderts und im speziellen die Vorliebe des exzentrischen Königs von Bayern für grauenvollen Kitsch herauf. Helmut Berger als sensibler, angsterfüllter und kranker Mensch und die selbstbewusste "Sisi" Romy Schneider spielen neben Gert Fröbe und Helmut Griem knapp 240 Minuten, unterteilt in fünf 40-50 minütige Teile.

Kommentare

3 Punkte von anonym:
naja, dieser film ist nicht so gut gelungen,da Romy Elisabeth v. österreich zu übertrieben spielt.

5 Punkte von Stefan Senf:
Romy Schneider als promiskuitive Elisabeth, die sich gegen die Heuchelei des Herumgereicht-Werdens auflehnt, ohne hinter ihrem Sarkasmus einen Sinn zu entwickeln. Damals ein Schock für das "Sissi"-Publikum - und offensichtlich heute immer noch. In einem Film, in dem ach so schöne Heile-Welt-Bilder gründlich erschüttert werden, bleibt sie am stärksten im Gedächtnis. Die Heroen der monarchischen Groschenliteratur präsentieren sich als selbstsüchtig, verweichlicht, nicht zuletzt als inzestuös degeneriert und ihrer sinnlosen Existenz überdrüssig, ohne wirklich nach einem Sinn zu suchen. Der Kürzung seines gewaltigen Filmes um eine Stunde widersetzte sich Visconti, indem er ihm in der (immer noch 3 Stunden langen) Kinofassung eine bewußt verstümmelte Struktur gab. Und so ist es gar nicht klar, ob die ursprüngliche, klarer und geradliniger erzählte Fassung nicht sogar die schwächere ist. Schärfer und kritischer ist sie in jedem Fall. Recht gelungen ist auch die Rekonstruktion der deutschen Fassung mit allen damals noch lebenden Originalsprechern. Besonders die neue Sprecherin von Romy Schneider lieferte eine brillante Leistung. Ein Meisterwerk - mit einer Einschränkung: es verbreitet eine fürchterliche Kälte. Die liebevollen Charaktere, die trockene Ironie von "Der Leopard" hat bitterem Sarkasmus und Figuren weichen müssen, die zu ihren eigenen Karikaturen geworden sind. Wer "Sissi" liebt, wird "Ludwig" hassen.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb