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Fuhrmann des Todes & Der Todeskuss
Körkarlen (1921) & Dödskyssen (1916)

Schweden 1921

DVD 122min

Standort

WestEnd DVD-Katalog/Filmklassiker/Stumm

Sprachen
Deutsch   
Regie
Victor Sjöström
Drehbuch
Victor Sjöström, Sam Ask, A.V. Samsjö
Kamera
Julius Jaenzon
Produzent
Charles Magnusson, Christian Schwalbe
Literaturvorlage
Selma Lagerlöf
Schauspiel
Victor Sjöström, Astrid Holm, Hilda Borgström, Albin Lavén, Lisa Lundholm, Wanda Rothgardt, Concordia Selander, Tore Svennberg, Mathias Taube
Genre
Drama, Horror
Inhalt
Victor Sjöströms Film basiert auf einer Erzählung Selma Lagerlöfs, die sich wiederum auf eine uralte schwedische Legende beruft. Sie erzählt von einem Mann, der als Verstorbener ein Jahr lang die Seelen der Toten einsammeln muss. Sjöström übernimmt die Motive der Legende und projiziert sie auf das schwedische Arbeitermilieu seiner Zeit. Der Film gilt als sein Meisterwerk. Die kunstvolle Lichtsetzung und Kameraarbeit, die Technik der Doppelbelichtung, eine ambitionierte Montage sowie eine komplexe Erzählstruktur ließen den Film zur Krönung des "Goldenen Zeitalters" des schwedischen Stummfilms werden. Mit viragierter, restaurierter Abtastung und der Musik von Elena Kats-Chemin für ein Kammermusikensemble. Weiterhin auf der DVD: Eine aus Fragmenten restaurierte Fassung des verschollen geglaubten "Der Todeskuss", in dem Sjöström einen Mord aus unterschiedlichen Perspektiven schildern lässt.(x)

Kommentare

5 Punkte von Anya Triestram:
Ein Gehilfe des Todes in Gestalt eines Fuhrmanns, der stellvertretend die Seelen der Verstorbenen mit seinem Karren einsammelt, ist ein kaum bekanntes Motiv in der Vorstellung vom Tod. Victor Sjösström bringt mit 1921 diesen Film in die Kinos, der diese Variante aufzeigt. Bis auf wenige Details hält er sich ziemlich genau an die Vorlage der gleichnamigen Erzählung von Selma Lagerlöf, die immer wieder Legenden und Sagen aus ihrer Heimat um Värmland und Landskrona einfließen ließ. Die Beschwörung der Sphäre zwischen Leben und Tod, die stark soziale Dramatik, diskontinuierliche Erzählstruktur mit Parallelhandlungen, Rückblenden und Berichten heben den Film ganz besonders für den damaligen Zuschauer heraus. Aufsehen erregend ist vor allem das Mittel der Doppelbelichtung, um den Fuhrmann des Todes in Szene zu setzen. Der Film hat auch heute an Wirkung nichts eingebüßt! Für Ingmar Bergmann Freunde ein Muss. Der Film gehört zu den von ihm besonders geschätzten Werken, was sich gelegentlich sogar in Bildanalogien niederschlägt (Vgl. hier "Abend der Gaukler" 1953 oder "Das siebente Siegel" 1957).

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb