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Die Methode
El Método

Italien, Spanien, Argentinien 2005

DVD 115min

Standort

WestEnd Drama - Europa & Welt

Sprachen
Spanisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Marcelo Piñeyro
Drehbuch
Matéo Gil, Marcelo Piñeyro
Kamera
Alfredo F. Mayo
Musik
Frédéric Bégin, Phil Electric
Produzent
Gerardo Herrero, Francisco Ramos
Literaturvorlage
Jordi Galcerán
Schauspiel
Najwa Nimri, Eduardo Noriega, Eduard Fernandez, Carmelo Gomez, Natalia Verbeke, Ernesto Alterio, Pablo Echarri, Adriana Ozores
Genre
Drama, Horror, Thriller
Inhalt
Ein Großkonzern lädt sieben Bewerber um einen Posten als Topmanager ein und beginnt mit ihnen ein besonders gnadenloses Auswahlverfahren, in denen die Teilnehmer in ihrem Ehrgeiz und ihrer Rücksichtslosigkeit gnadenlos gegeneinander ausgepielt werden. Verfilmung des Theaterstücks "Die Grönholm-Methode" von Jordi Galcerán und ein weiterer Vertreter des großartigen jungen argentinischen Kinos. (x)

Kommentare

4 Punkte von Chris Tian:
Eine andere Welt ist möglich, mahnen die Plakate auf den Straßen. In Madrid herrscht Chaos. Zehntausende Globalisierungsgegner demonstrieren gegen die novus ordo mundi, welche durch die Weltbank maßgeblich vorangetrieben wird. Über diesen Idealismus und Zorn hinweg erhebt sich der Wolkenkratzer Torre Europa, in dessen 35. Etage sieben Bewerber angetreten sind, um Teil dieser neuen Weltordnung zu werden. Doch kein Repräsentant der Firma lässt sich blicken, das Auswahlerfahren, die sogenannte "Grönholm-Methode" beginnt anonym. Auf den Rechnern der Teilnehmer flackern Fragen auf. Wer ist geeignet für den Job und warum? Wie wirkt sich folgende Information aus dem Lebenslauf von X auf seine Bewertung durch die Gruppe aus? Details werden offengelegt, man greift nach ihnen in vermeintlicher Notwehr. Es ist nicht persönlich gemeint, natürlich nicht, aber der Angriff trifft dennoch sein Ziel, oder gerade deshalb. Trotz der Erkenntnis, dass es Ziel des Verfahrens ist, die Entscheidung über Sieg oder Niederlage an die Bewerber zu deligieren und somit die Vereinzelten zu einem Wolf unter Wölfen werden zu lassen, spielen fast alle mit. Schnell brechen die Dämme zwischen Professionalität und persönlichem Bereich, die neue Ordnung greift tief in das oikos, bleibt nicht stehen in der festen Parzelle des Arbeitens. Der flexible Mensch verrät seinen Nächsten, um sich im Nächsten Moment schüchtern dafür zu entschuldigen. Wie tief hat das Vernutzen sich eingegraben im Selbstgefühl, im Werterleben? Was tut der Eine dem Anderen ohne Zwang an, durch den zwanglosen Zwang der freiwllig akzeptierten Spielregeln? Sartre gab zu bedenken, dass die Anderen das Wichtigste in uns selbst sind für unsere eigene Kenntnis von uns selbst. Das Urteil der Anderen ist unser psychischer Nährstoff. Die Menschen des Films leben in einer Arbeitswelt, Tag und Nacht, die eine Superposition im privaten Gefühlsleben erreicht. hat Kein höllischer Folterknecht der Firmenleitung ist mehr notwendig, dennn, ja, es ist vollbracht: Die Hölle, das sind die anderen.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb