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Der talentierte Mr. Ripley
The talented Mr. Ripley

USA 1999

DVD 134min

Standort

WestEnd Gangsterfilm

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Anthony Minghella
Drehbuch
Anthony Minghella
Kamera
John Seale
Musik
Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Gabriel Yared, Antonio Vivaldi, Charlie Parker
Produzent
Sydney Pollack, William Horberg
Literaturvorlage
Patricia Highsmith
Schauspiel
Cate Blanchett, Matt Damon, Jude Law, Philip Seymour Hoffman, Gwyneth Paltrow, Philip Baker Hall, James Rebhorn, Jack Davenport, Celia Weston, Sergio Rubini
Genre
Kriminalfilm, Thriller
Stichworte
Remake, Diebe & Gauner
Inhalt
Der smarte Tom Ripley nimmt die Identität eines anderen an, um dessen Luxusleben führen zu können. Exzellentes Remake des Patricia-Highsmith-Thrillers "Nur die Sonne war Zeuge" (Rene Clement 1962, mit Alain Delon).

Kommentare

4 Punkte von sledzik:
Patricia Highsmiths Tom Ripley ist mit Sicherheit eine der originellsten und faszinierendsten Figuren der Kriminalliteratur, und Matt Damon füllt sie so gerade eben aus. Weniger hätte es nicht sein dürfen. Ripley ist in dieser Verfilmung eine deutlich tragischere Figur als in der Buchvorlage. Besonders deutlich wird das am Ende der Geschichte, die gegenüber dem Buch massiv verändert wurde. Doch die Änderungen passen gut in die Thematik – besser als die geradezu zensorischen Eingriffe, die René Clément in seiner Verfilmung vornahm. Toms an Liebe grenzende Bewunderung für Dickie Greenleaf rückt stark in den Vordergrund – und damit der homosexuelle Unterton des Stoffes. In dieser Hinsicht ist die Besetzung der Rolle des Playboys Dickie mit Jude Law geradezu ein Geniestreich. Nie wieder sah Law so gut aus wie in dieser Rolle, und das will etwas heißen. Gwyneth Paltrow sieht ebenfalls gut aus, hinterläßt aber ansonsten keinen bleibenden Eindruck. Ganz anders Cate Blanchett und Philip Seymour Hoffman, die in Nebenrollen brillieren und den Protagonisten in jeder ihrer Szenen die Show stehlen. Der eigentliche Hauptdarsteller ist das perfekt reanimierte Italien der fünfziger Jahre.

4 Punkte von André:
Tom Ripley (Matt Damon) ist ein Naturtalent. Eigentlich sollte er einem besorgten Vater nur seinen Lebemann-Sohn wiederbringen, welcher sich ein Luxusleben auf Vaters Kosten gönnt. Doch Tom imponiert diese Existenz im Licht der Freiheit. Nach und nach nimmt er die Rolle seines auserkorenen "Idols" an und genießt dabei Ansehen, Reichtum und Freundschaft. Doch dieses "Spiel" wird schnell zur Besessenheit, die von Tom nicht ewig kontrolliert werden kann. Damon und Law bieten ein wunderbares Duo. Die (talentierte!) Frauenbesetzung wird dabei etwas in den Hintergrund gedrängt.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb