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The Broken
The Brøken

Frankreich, Grossbritannien 2008

DVD 88min

Standort

WestEnd Thriller

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Sean Ellis
Drehbuch
Sean Ellis
Kamera
Angus Hudson
Musik
Guy Farley
Produzent
Lene Bausager
Schauspiel
Richard Jenkins, Lena Headey, Ulrich Thomsen, Chris Wilson, Melvil Poupaud, Natasha Alderslade, Michelle Duncan, Stan Ellis, Asier Newman
Genre
Horror, Thriller
Stichworte
Psychothriller
Inhalt
Thriller über Doppelgänger(innen) und sich verselbständigende Spiegelbilder. "Cashback" Regisseur Sean Ellis mit einem athmosphärischen aber auch reichlich kruden Mystery-Schocker.

Kommentare

2 Punkte von Björn Siebert:
Mit nur 88 Minuten Laufzeit wird man in Zeiten von Doppel-DVD und Überlängenzuschlag ja selten mal beglückt. Ein Horrorfilm der kein Remake von einem Klassiker ist, wird auch immer seltener. Demnach durfte man hier schon mal reinschauen. Mich erinnerte "The Broken" weniger an das unterschätzte Meisterwerk Jacob's Ladder, wie viele Kritiken meinten, sondern eher an den Mystery-Thriller "Birth" von Jonathan Glazer aus dem Jahre 2004. Jetzt zu den Problemen: 1) Die Handlung. Eigentlich bietet der Film von Sean Ellis bei Licht besehen sehr wenig an Handlung und das was übrig bleibt ist mehr oder weniger Body Snatchers und John Carpenter sowie drei dicke Fragezeichen - ??? - denn worum es in dem Film geht bleibt leider vollkommen schleierhaft. Und was ist das für ein Schluss? Der macht doch überhaupt keinen Sinn. Ellis spielt wohl mehr mit dem Zuschauer im Kino als mit den Figuren, indem er sich nicht entscheidet, was hier letztendlich wie objektives Erfahren ist und wie „nah“ man an den Personen nun tatsächlich dran ist. Und das dürfte auch ein zentrales Problem der Horrorfilme der letzte Jahre sein: Die Filme werden nur zu Stimulanz des Zuschauers produziert oder gerade noch als ästhetische Fingerübung verstanden. Ein Regisseur, der sich mit einem Thema wirklich auseinander setzt und seine Geschichte mit den Darstellern zusammen in eine neue Liga katapultiert, hat es ewig nicht mehr gegeben (Wenn, dann kamen die Filme aus dem asiatischen Raum). "The Broken" fährt die üblichen visuellen Tricks auf, blaugefärbte, entsättigte Bilder, regennasse Straßen, düstere Räume, leere Charakter mit Augenringen. Das ist leider viel zu wenig und unglaublich ermüdend. Naja, "The Broken" dürfte sicher besser sein als 70% der letzten produzierten Horrorfilme. Aber Herzblut ist im Film nirgends zu entdecken. Demnach bleibt er durchschnittliche Genrekost. Schade eigentlich.

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