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Die Welt ist groß und Rettung lauert überall
Svetat e golyam i spasenie debne otvsyakade / Светът е голям и спасение дебне отв

Ungarn, Bulgarien, Slowenien, BRD 2008

DVD 106min

Standort

WestEnd DVD-Katalog/ Drama

Sprachen
Mehrsprachig   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Stephan Komandarev
Drehbuch
Dusan Milic, Yurii Dachev, Stephan Komandarev
Kamera
Emil Hristow
Musik
Stefan Valdobrev
Produzent
Karl Baumgartner, Thanassis Karathanos, András Muhi, Danijel Hocevar, Stefan Kitanov
Literaturvorlage
Ilija Trojanow
Schnitt
Nina Altaparmakova
Schauspiel
Miki Manojlovic, Dorka Gryllus, Heinz Josef Braun, Carlo Ljubek, Stefan Valdobrev, Meray Ülgen, Lyudmila Cheshmedzhieva, Rok Cvetkov, Dobrin Dosev, Alexander Doynov, Branislav Fistric, Georgi Kadurin, Blagovest Mutafchiev, Hristo Mutafchiev, Forgó Anna Napsugár, Ana Papadopulu, Pavel Popandov, Nikolai Urumov, Vasil Vasilev-Zueka
Genre
Drama

Kommentare

4 Punkte von Lars Tuncay:
Sashko ist ein Glückskind. Als er zur Welt kommt, wirft sein Großvater Bai Dan („der Würfelmeister)“ eine Doppel-Sechs. Als er einige Jahrzehnte später einen Autounfall hat, ist er der einzige Überlebende. Seine Eltern sterben und Alexander, der in Erfurt vor sich hin lebte und die deutsche Form seines Namens angenommen hat, verliert sein Gedächtnis. Der Großvater reist sofort aus Bulgarien an und nimmt Sashko mit auf eine Reise in die Erinnerung, mit dem Tandem durch Europa. Am Anfang steht das Backgammon-Board, das Bai Dan ihm vor vielen Jahren schnitze. Mit dem Spiel findet der Enkel zurück in sein Leben, das ihn Anfang der Achtziger aus Bulgarien wegtrieb, als die Staatsräson seinem Vater die Luft abzuschnüren drohte. Doch es gibt immer einen Ausweg, gibt Bai Dan ihm auf den Weg. Manchmal muss man nur die Strategie ändern. 1996 veröffentlichte Ilja Trojanow die gleichnamige Romanvorlage, in der er seine eigene Migrationsgeschichte verarbeitete. Der Autor war selbst in den Siebzigern aus Bulgarien geflohen und nach Deutschland gekommen. Sein Landsmann Stephan Komandarev machte daraus mit europäischen Produktionsgeldern eine warmherzige Familiengeschichte, die in der Tradition von Filmen wie „Zimt und Koriander“ steht, der sich ähnlich mit Vergangenheitsbewältigung und Selbstfindung auseinandersetzt. Eine epische Verfilmung eines epischen Romans, die zwar manchmal etwas naiv erzählt ist, mit ihrem versöhnlichen Ton aber voll auf die Gefühle der Kinogänger abzielt. In der Hauptrolle des resoluten Alten glänzt Miki Manojlovic, der Zuhälter aus „Irina Palm“, in einer gänzlich anderen Rolle.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb