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Sherlock Holmes

USA, BRD 2009

DVD, BLU 128min

Standort

WestEnd Thriller - Mord à la Carte

Sprachen
DVD:, Deutsch, Englisch   BLU:, Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch   
Untertitel
DVD:, Deutsch, Englisch   BLU:, Deutsch, Englisch   
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Regie
Guy Ritchie
Drehbuch
Simon Kinberg, Lionel Wigram, Anthony Peckham, Michael Robert Johnson
Kamera
Philippe Rousselot
Musik
Hans Zimmer
Produzent
Joel Silver, Lionel Wigram, Dan Lin
Literaturvorlage
Arthur Conan Doyle
Schnitt
James Herbert
Schauspiel
Jude Law, Robert Downey Jr., Mark Strong, Eddie Marsan, Eddie Marsan, Rachel McAdams, Rachel McAdams, Kelly Reilly, Geraldine James, James Fox, Hans Matheson, James A. Stephens, James A. Stephens, Robert Maillet, William Hope, William Houston, Bronagh Gallagher, Brendan McCoy, Joe Egan, David Garrick
Genre
Abenteuerfilm, Action
Stichworte
Detektiv, Verbrechen
Inhalt
Die Neuverfilmung des Detektivklassikers führt ins London des 19. Jahrhunderts, wo Lord Blackwood mittels schwarzer Magie sein Unwesen treibt. Einzig Sherlock Holmes und Dr. Watson gehen die Sache mit Logik an.

Kommentare

1 Punkte von Stefan Senf:
Man soll ja keine Vorurteile haben - trotzdem ahnte ich sehr böse Dinge, als ich von einem neuen "Re-Image" las, einer weiteren Neuinterpretation einer klassischen Figur für junge Zuschauer. Das bedeutet normalerweise eine üble Vergewaltigung der literarischen Vorlage, um sich einen bekannten Namen zunutze zu machen, ohne auch nur den Versuch zu starten, die Zuschauer tatsächlich an das Original heranzuführen. Von daher ging ich mit sehr geringen Erwartungen an diesen Film heran - und das war gut so. Zwar wurden sie noch unterboten, aber in all ihrer Niedrigkeit erfüllt. Dabei wäre Robert Downey jr. durchaus ein überzeugender Holmes und Jude Law ist endlich mal ein Watson, wie er von Conan Doyle angelegt wurde (gutaussehend, dynamisch, intelligent, gebildet - die klassische Heldenfigur, die seltsamerweise durch eine schräge Type in die zweite Reihe gedrängt wird) - aber damit hat es sich auch schon. Wenn die Filmmusik von Vielschreiber Hans Zimmer das Interessanteste am Film ist, ist etwas im Argen. Der Schurke - der uncharismatischste, den man finden konnte (ein doppelt markiger Künstlername wie "Mark Strong" reicht allein eben nicht aus), Rachel McAdams - das soll Irene Adler sein(???, die außerdem kontinuierlich englisch ausgesprochen wird) - das ist, als würde Mata Hari von Miley Cyrus gespielt! Nicht einmal Elemente von Conan Doyle wurden übernommen, nur einzelne Namen, die aber in völlig anderem Kontext stehen. Hübsche Ideen blitzen auf - monsterhafte Killer sprechen für gewöhnlich kein Französisch, die Sprache der Eleganz - aber Regie und Drehbuch ruhen sich in bemerkenswerter Arroganz darauf aus. Und bei der Schlußszene auf der unfertigen Brücke fühle ich mich zurückversetzt in die 30er Jahre, als eine schlechte Rückprojektion für ausreichend erachtet wurde, um eine Außenszene zu suggerieren. Was ist mit den literarischen Erben, die bei "Young Sherlock Holmes" noch Zeter und Mordio schrien, dass die Vorlage vergewaltigt würde (wobei Barry Levinsons Fantasyepos noch deutlich näher an Conan Doyle war)? Holmes-Leser werden maßlos enttäuscht sein von diesem Film - begeisterte Film-Zuschauer werden maßlos enttäuscht sein, wenn sie zum ersten Mal eine Erzählung in die Hand nehmen. Also wozu das alles? Kein Grund erkennbar - und daher (trotz achtbarer Leistung von Downey) Tiefstwertung. Mit diesem überteuerten Schrott sollte man nicht seine kostbare Zeit verschwenden.

4 Punkte von Lars Tuncay:
Da muss ich ihnen widersprechen, lieber Herr Holm...äh...Senf. Für einen Puristen und Fan der Klassiker, mag Guy Ritchies Neuinterpretation ein Affront sein. Aber für die ist sie auch nicht gemacht. Das Blockbusterpublikum hingegen fühlt sich prächtig unterhalten und der Rest, zu dem ich mich auch zähle? Nun ja, ich muss sagen, ich habe die Serie mit Jeremy Brett geliebt und da empfinde ich die Reaktivierung als durchaus gelungen. Der erhoffte Knaller ists zwar nicht geworden, aber ein viel versprechender Auftakt für eine neue Serie, die sich selbstbewusst von den Klassikern abhebt.

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