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Rapunzel - Neu verföhnt
Tangled

USA 2010

DVD 96min

Standort

WestEnd Kinderfilm - Zeichentrick

Sprachen
Deutsch, Englisch, Türkisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch, Türkisch   
Regie
Christian Filippella, Nathan Greno, Byron Howard, Bronwen Hughes
Drehbuch
Dan Fogelman
Kamera
Luc Montpellier, Christian Filippella
Literaturvorlage
Jacob Grimm, Wilhelm Grimm
Stimme
Ron Perlman, Jeffrey Tambor, Brad Garrett, Mandy Moore, M.C. Gainey, Donna Murphy, Leslie Hope, Paul F. Tompkins, Sarah Wayne Callies, Tom McCamus, Zachary Levi, Maurice Dean Wint, Bill Ward
Genre
Trick/Animation, Abenteuerfilm, Komödie
Stichworte
Literaturverfilmung
Inhalt
Flynn Rider ist ein Dieb, wie er im Buche steht. Doch als er eines Tages auf der Flucht einen scheinbar verwaisten Turm im Wald entdeckt, erlebt er eine Überraschung. Dort trifft er auf Rapunzel, ein Mädchen mit langem, seidig glänzendem blondem Haar. Sie fängt ihn mit ihren Haaren und fesselt ihn damit an einen Stuhl. Rapunzel will raus aus dem Turm und entgegen aller Überlieferung beginnt für das ungleiche Duo ein haarsträubend komisches und warmherzig verwuscheltes Abenteuer, bei dem sich die beiden mehr als einmal in den Haaren liegen...

Kommentare

4 Punkte von Stefan Senf:
Alle Achtung! Die Disney-Filme spalten spätestens seit "Pocahontas" die Zuschauer in Verehrer und Verächter ... naja, vielleicht nicht ganz so hart, aber die verschiedenen neuen Kurse,die das Studio einschlug, mag man oder man mag sie nicht (einig sind sich die meisten wohl nur bei "Ein Königreich für ein Lama" - untypisch, aber top! - und "Die Kühe sind los!" - bjäch!). Dass sich Walts Erben nach langer Zeit mal wieder für ein Märchen aus der Grimmschen Sammlung entschieden, ist ein so offensichtlicher Griff nach dem rettenden Strohhalm, dass es fast peinlich ist; dass von dem Original praktisch nichts übrig blieb, ist fast ein Muss; dass man zur Sicherheit gleich noch einen zweiten Strohhalm griff und dem klassischen Zeichentrick einen Tritt in den Hintern gab zugunsten der modischen 3D-Technik ist fast schon lächerlich. Der geschäftliche Erfolg in der Schwebe - der künstlerische Flop vorprogrammiert. Und nun die Überraschung: Nix da! Auch wenn "Rapunzel" natürlich keineswegs so frech ist wie das "Lama" - eine gewisse Verwandtschaft ist da schon erkennbar (besonders natürlich in der Figur des Pferdes). Erstaunlich gut ist der Teenager-Charakter Rapunzels getroffen, nicht so süßlich wie frühere Märchenprinzessinen, aber auch nicht brachial modernisiert (die Stimmungsschwankungen!). Am bemerkenswertesten aber ist, dass die Übertragung des klassischen Disney-Looks ins 3D tatsächlich funktioniert haben - es ist ein typischer Disney. Ach ja - und Kompliment für die (zugegeben unter einem Berg von Slapstick-Einlagen fast verschüttete) Grundgeschichte - sie hat natürlich mit dem originalen Volksmärchen nichts mehr zu tun (so bleibt auch völlig unverständlich, warum Rapunzel Rapunzel heißt), aber sie könnte tatsächlich einem alten Märchen entstammen. Disney klassifiziert die Reihe seiner großen Zeichentrickfilme als "Meisterwerke" - das trifft weiß Gott leider nicht bei jedem zu, aber dieser Film ist verflixt nah dran.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb