Blättern  

Suche

Suche
WestEnd Logo

Jackie Brown

USA 1997

DVD 146min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Quentin Tarantino
Drehbuch
Quentin Tarantino
Kamera
Guillermo Navarro
Produzent
Lawrence Bender
Literaturvorlage
Elmore Leonard
Schauspiel
Samuel L. Jackson, Robert De Niro, Michael Keaton, Pam Grier, Robert Forster, Chris Tucker, Bridget Fonda
Awards
Berlinale: Silberner Bär - Bester Darsteller für Samuel L. Jackson
Empfohlen von
Lars , Mitarbeiter
Genre
Gangsterfilm
Inhalt
Eine Waffen schmuggelnde Stewardess versucht mit Hilfe eines Kautionsanwaltes Polizei und Gangster gegeneinander auszutricksen. Gelungene Verfilmung des Romans "Rum Punch" von Elmore Leonard mit starker Hauptdarstellerin sowie beziehungsreichem 70er-Jahre-(Kino-)Feeling, deren Akzent auf der Charakterzeichnung liegt und den "Pulp"-Stil, der Tarantino bekannt machte, deutlich zurücknimmt.

Kommentare

4 Punkte von Tino:
Die Stewardeß Jackie Brown schleust regelmäßig Schwarzgeld für einen Waffenhändler in die USA. Eines Tages wird sie dabei von einem FBI-Agenten ertappt. Um der angedrohten Haftstrafe zu entgehen, willigt sie in einen Deal mit den Beamten ein und verspricht, ihren Auftraggeber bei der nächsten Geldübergabe der Polizei zu verraten. Doch ihre Kooperationsbereitschaft ist nur vorgetäuscht. In Wirklichkeit heckt Jackie einen genialen Plan aus, der so verzwickt ist, dass bis zum Schluss offen bleibt ob alles in ihrem Sinne laufen wird. Quentin Tarantino hat hier mal wieder ein Meisterwerk hervor gebracht. Jacky Brown ist dabei kein zweiter Pulp Fiction, aber das versteht sich eigentlich von selbst, wenn man schon ein paar einer Streifen gesehen hat. Das Augenmerk liegt hier mehr auf der, meines Erachtens genialen Story, die wirklich feseln kann. Die Starbesetzung (Robert de Niro, Samuel L. Jackson, usw.) tut ihr übriges führ einen angenehmen Videoabend.

5 Punkte von Liv:
Ein in betont ruhigem Tempo erzähltes Caper-Movie, das sich mit ebenso viel skurilem Humor wie beharrlicher Aufmerksamkeit auf die Figuren und ihre charakterlichen Besonderheiten einlässt, darüber freilich die zügigere Entwicklung der Handlung vernachlässigt. Trotzdem weiss die eigenwillige Story zu fesseln. Vor allem als beispielhafter Neo-Noir-Film für Cineasten empfehlenswert.

5 Punkte von Butthead:
Ein Film, der mit jedem Anschauen besser wird. Alleine bis man den Coup ins letzte Detail versteht, oder bis man die filigran gezeichneten Darsteller durchschaut. Es sind auch philosophische Ebenen enthalten; ein Lehrstück in Sachen "in Würde altern". Selten sieht man selbst Samuel L. Jackson so alt... Quentin Tarantino auf dem Höhepunkt seines Schaffens

5 Punkte von Toralf:
Wieder ein Tarantino, der überzeugt und hängen bleibt. Diesmal greift er zurück in die 70er Jahre und zaubert Charaktere hervor, die höchst unterschiedlich sind, aber eines gemein haben: Aus keinem ist so recht etwas geworden. Allein der Waffenschmuggler Ordell scheint beseelt, in Aussicht auf eine halbe Million Dollar, und legt jeden seiner Männer um, der seinen Deal auffliegen lassen könnte. Tarantino - diesmal ausschließlich hinter der Kamera - zeigt sich einmal mehr von seiner allerbesten Seite, indem sich sein Film auf liebevolle Weise seiner Charaktere annimmt und diese von Dilemmas wie Emanzipation, Unabhängigkeit und Konsum fast ohne Worte erzählen können.

4 Punkte von Björn Siebert:
Falls Tarantino irgendwann noch mal Lust verspüren sollte einen wirklichen Kinofilm zu drehen anstatt Russ Meyer oder Fernado Di Leo zu kopieren dann könnte man ja froh sein. Vielleicht sollte sich der gute Mann mal seine letzte wirkliche Großtat anschauen: Jackie Brown, da möchte man als Filmemacher doch buchstäblich anknüpfen, oder nicht? Diese versponnene Erzählstruktur, diese bemerknswerten Charakterzeichnungen, dieses Neo-Noir-Gehabe, dieser dumpfe, zugedröhnte aber irgendwie charmante Humor und diese ernsten, melancholischen Zwischetöne. Brilliant! Danach kam nur noch heisse Luft.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb