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Vincent, Francois, Paul und die anderen

Frankreich 1974

DVD 109min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Französisch   
Untertitel
Deutsch   
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Regie
Claude Sautet
Drehbuch
Jean-Loup Dabadie, Claude Sautet, Claude Neron
Kamera
Jean Boffety
Musik
Phillipe Sarde
Schnitt
Georges Bacri
Schauspiel
Gérard Depardieu, Michel Piccoli, Stephane Audran, Yves Montand, Serge Reggiani, Umberto Orsini, Marie Dubois, Antonella Lualdi, Catherine Allegret, Ludmilla Mikael
Genre
Komödie, Drama
Inhalt
Claude Sautet schuf dieses faszinierende Porträt über die Freunde Vincent, François, Paul und die anderen, die sich allesamt in der sogenannten Midlife-Crisis befinden. Doch das wollen die Männer im besten Alter natürlich nicht zugeben.

Kommentare

4 Punkte von Björn Siebert:
Claude Sautets Film "Vincent, Francois, Paul und die anderen" aus dem Jahr 1974 beruht auf dem Roman "La grande marrade" von Claude Néron. Er handelt von einer etwas unüberschaubaren Anzahl von Menschen, die sich am Wochenende gemeinsam in einem Landhaus treffen. Hier diskutieren und offenbaren Sie ihre Probleme, Scheidungen, Beziehungsstress, Geldsorgen. Sautet schaffte in der zweiten Phase seines Filmschaffens eine neue Art der französischen Erzähltradition. Ausufernd und zentrumslos kreisen Filme wie "Mado", "César und Rosalie", und "Vincent, Francois..." um diverse Personen und Schauspieler, in der thematisch Männerfreundschaften, vor dem Hintergrund der westlichen Konsum- und Wohlstandsgesellschaft, auf die Probe gestellt werden. Dieses Geflecht von Beziehungen, sozialen Konflikten und gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Menschen der gehobenen Mittelschicht findet sich in fast allen Filmen Sautets. Auslöser ist oft eine persönliche Krise einer Figur, die dann bei einer Vielzahl anderer Personen Reaktionen auslösen. Sautet ist also eher ein Leisetreter als ein Marktschreier. Sautets Filme sind in dieser Phase keine Genrefilme mehr, zu Genremustern wie bei seinen bekannten Frühwerke wie der "Panther wird gehetzt, oder "Das Mädchen und der Kommissar" wird er nicht mehr zurückkehren, damit ist er einem Film wie "Short Cuts" (Robert Altman) näher als dem Spätwerk seiner Kollegen Chabrol oder Truffaut, obwohl seine Erzählweise natürlich streng französisch ist. Guter Film, vor allem als Trio mit "Mado" und "Cesar und Rosalie" zu empfehlen.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb