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Stalker

Sowjetunion, BRD 1979

DVD 155min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch   
Regie
Andrej Tarkowskij
Drehbuch
Andrej Tarkowskij, Arkadi Strugatsky, Boris Strugatsky
Kamera
Georgi Rerberg, Aleksandr Knyazhinsky
Musik
Ludwig van Beethoven, Richard Wagner, Eduard Artemyev, Maurice Ravel
Schauspiel
Nikolai Grinko, Alissa Frejndlich, Alexander Kajdanowski, Anatoli Solonizyn
Empfohlen von
Mitarbeiter
Genre
Science-Fiction
Stichworte
Dystopien
Inhalt
In einer verfallenen Zivilisation macht sich ein Pfadfinder auf die Suche nach einem mysteriösen Ort. Mystisch-philosophische Reflexionen und Bildvisionen nach einer Science-Fiction-Erzählung.

Kommentare

5 Punkte von Georg:
Wenn man Tarkowski einen filmischen Sinnsucher nennen möchte, so geht er in diesem Werk wohl am radikalsten vor. Griechisches Theater trifft apokalyptische Endzeit. Ein Schriftsteller-wie könnte es anders sein- und ein Wissenschaftler begeben sich unter Führung eines sog. Stalker in eine "Zone", die an ihren Grenzen schwer von Militär bewacht wird. Darin soll es ein Zimmer geben, das die geheimsten Wünsche erfüllt. Wer einen Film sucht, um sich abzuschalten, der ist hier absolut fehl am Platz. Hier werden drei Weltentwürfe gegeneinander geschleudert, dass der Intellekt nur so spritzt. Genial bei Tarkowski ist die Vision von Menschen, die nur noch in Ruinen leben.

5 Punkte von zoevi:
In der ZONE, so sagt man, soll ein Zimmer existieren, welches die innersten Wünsche erfüllt. Ob die ZONE durch einen Meteoriten geschaffen wurde, oder den Überrest eines ausserirdischen Besuches darstellt bleibt unklar, offenbar existieren dort aber verschiedene Fallen und Anomalien, die jeden Schritt lebensgefährlich machen. Wohl auch deshalb wurde die ZONE zum Sperrgebiet erklärt und wird stark bewacht. Aus dem tristen Alltag jenseits davon machen sich der "Schriftsteller" und der "Wissenschaftler" unter der Führung des erfahrenen Stalkers auf den Weg, um das Zimmer zu finden... Vor allem die Dialoge im zweiten Teil des Films lassen viel Raum für philosophische Interpretationen - ungeschlagen ist dabei, wie Tarkowski den Zuschauer mit ungewöhnlichen Kameraperspektiven und gekonnt eingesetzten filmischen Stilmitteln auch ohne aufwendige Special Effects in die ZONE entführt.

5 Punkte von Pirx:
"..aber das ist zu weing..." - gesprochen von dem 'stalker' (grandios: Alexander Kaidanovsky) an einem Fenster innerhalb jener Zone, in der der tiefste Wunsch eines jeden in Erfüllung gehen soll. Spätestens dann gibt man sich der philosphischen Kühle eines Films hin, dem man die -immerhin 160 min lange- Langsamheit seiner Erzählweise vor lauter Genialität in keinster Weise überlnehmen kann. Tarkowsky zelebriert den russischen Formalismus inmitten einer surrelaen, fast schon postnuklearen Grenzlandschaft, in der Wissenschaft, Poetik und Pragmatismus sowohl um persönliches Glück als auch die letzte Frage wetteifern. Absolute Empfehlung für Liebhaber von Kino, Fallout, Film, Science-Fiction, Äshtethik und cleveren Gedanken. 5 von 5.

5 Punkte von Liv:
Andrej Tarkowski - philosophischer, oder sollte man sagen der religiösen Sphäre verhafteter Filmemacher von genuinem Gestus. In episch-fotografischen Bilderfolgen reflektiert Tarkwoski die Befindlichkeiten der (Post-)Moderne. Und das in solchem Maße, dass man alle 2 Minuten den Film anhalten will, um über das Gesagte zu diskutieren - der inhaltliche Overkill ist unvermeidlich. ´Stalker´ - ein Film, der sich traut die grundsätzlichen Fragen der Menschheit gekonnt zu thematisieren und zu reflektieren.

5 Punkte von Alexander:
Stalker,lange Szenen, ausgefallene Zoomeinstellungen, Tarkowski hat extra einen gigantischen Kamerakran entworfen, um ohne Schnitt gewaltigen Raum zu fassen. Filmgeschichte. Radikal. Fotografisch. Ich empfehle anbei Filme von Elem Klimov. Die Macharten der neuen Filmingeneure spannen ein eigenes Genre des russischen Films und des filmschen Storrytellings auf. Deeeeep, Al

5 Punkte von krystoff:
unglaublich, mit welch simplen mitteln hier raeume geoeffnet werden, in die man so tief eintauchen kann, dass einem der atem wegbleibt. meditation, philosophie u nostalgie - manchmal etwas sentimental, aber niemals kitschig. absolut inspirierend!

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb