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Im Zeichen des Bösen
Touch of Evil

USA 1957

DVD 95min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Russisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Arabisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Hebräisch, Norwegisch, Schwedisch, Türkisch   
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Regie
Orson Welles
Drehbuch
Orson Welles
Kamera
Russell Metty
Musik
Henry Mancini
Produzent
Albert Zugsmith, Rick Schmidlin
Schauspiel
Orson Welles, Charlton Heston, Akim Tamiroff, Marlene Dietrich, Janet Leigh, Joseph Calleia, Joanna Cook Moore
Empfohlen von
Martin, Mitarbeiter
Genre
Thriller
Stichworte
Schwarz-Weiss, Literaturverfilmung
Inhalt
Meisterhafter Thriller in der Tradition der "Schwarzen Serie" ("film noir") über Verbrechen und Korruption in einer kleinen, amerikanisch-mexikanischen Grenzstadt. Exzellent fotografiert, mit fantastischem Soundtrack. Cameos: Jospeh Cotten, Ray Collins, Mercedes McCambridge.

Kommentare

5 Punkte von plug:
Orson Welles' Spätwerk ist beeindruckend gefilmt. Beherbergt grandiose Schauspieler (Marlene Dietrich als Seherin). Aber allen voran Orson Welles selbst als korrupter, abgehalfter Cop, der seinem Verfall entgegensieht und über Leichen geht. Nicht umsonst bemerkt die Seherin Marlene Dietrich treffend: "Sie haben keine Zukunft. Ihre Zukunft ist aufgebraucht." Noir-Kino in besonderm Ambiente, der seltsamen Grenzstadt.

5 Punkte von Xx.:
Sehr geehrte Zuschauer... Schnallen sie sich an... Schalten sie ihr Hirn ein... und trauen sie ihren Augen... wenn sie die beste Plansequenz der Kinogeschichte, das besten, 3 min. und 12 sek. lang zusammenhängend belichtete, Stück Celluloid gesehen habe, das in Hollywood je produziert wurde, könnten sie sich fragen, ob man das eigentlich noch steigern kann... doch noch bevor man nur den Gedanken fertig formuliert hat beginnt Orson Welles auch schon, das vielleicht komplexeste Filmuniversum zu erschaffen, das es in der Schwarzen Serie je gab... Moral wird (wenn sie das nicht schon immer war) zu einer Variablen; Der Kampf findet nicht zwischen Gut und Böse, sondern zwischen brürokratischem Spießertum und genialer Intuition statt; Werten sie selbst... "Touch of Evil" ist Der Film Noir schlechthin, ein Meisterwerk dass selbst Hilfsregisseure und Hollywoodproduzenten nicht zu zerstören vermochten. Denn Welles hatte nicht den Finalcut, und war der Legende nach in Mexiko(!!!) (um eine Verfilmung von Don Quichote, die nie wirklich realisiert werden sollte, vorzubereiten) als die Bosse von Universal beschlossen, den Film umzuschneiden, und einige erklärende Passagen einzufügen. Der Film wurde zwar 1998, an hand eines Memos, welches Welles nach dem Reedit verfasst hatte rekonstruiert, aber einige Sequenzen dürften es auch in die restaurierte Fassung geschafft haben (beim zweiten mal schauen kann man dann vielleicht anfangen danach zu suchen). Godard sagte einmal über O.Welles "Wir werden Ihm immer Alles verdanken." da brauch man nix hinzufügen.... P.S. In der Motelsequenz, einer Bedrohungssituation von lynchscher Intensität, wurde (mit der Grundkonstellation: einsame Frau, leeres Motel, verrückter Portier) vielleicht der Grundstein für Hitchcocks Psycho gelegt.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb