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Das Reich und die Herrlichkeit
The Claim

Frankreich, Grossbritannien, Kanada 2000

DVD 121min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Michael Winterbottom
Drehbuch
Frank Cottrell Boyce, Thomas Hardy
Kamera
Alwin H. Kuchler
Musik
Michael Nyman
Produzent
Andrew Eaton, David M. Thompson
Schauspiel
Shirley Henderson, Peter Mullan, Milla Jovovich, Sarah Polley, Wes Bentley, Julian Richings, Nastassja Kinski
Genre
Drama, Western
Inhalt
Western-Epos und Lovestory zur Zeit des Goldrausches im 19. Jahrhundert.

Kommentare

4 Punkte von Christian:
Kingdom Come ist eine Goldgräberstadt und ein kleines Reich mit eigenem Herrscher und Regeln. Der Bau der Eisenbahnstrecke soll noch mehr Reichtum und Blüte bringen. Sie verspricht die Herrlichkeit, für die alles geopfert werden soll, sogar Menschenleben. In Mitten des ewigen Schnees der Rocky Mountains und zwischen großartig geschossenen Landschaftsaufnahmen nähert sich die bewegliche Kamera in wunderbarer Manier den Protagonisten auf der Suche nach ihren Sehnsüchten und Abgründen. Winterbottom kommt seinen Charakteren extrem nah, ohne sie zu entblößen. Das tun sie selber auf ihrer Suche nach einem eigenen Reich, nach Herrlichkeit, und sind allzu schnell bereit, dafür die Liebe und alle Menschlichkeit hinter sich zulassen. „Und wenn man sich dann umdreht, ist eine Ewigkeit vorbei.“

4 Punkte von Björn Siebert:
Winterbottom ist ja mittlerweile so etwas wie "the next big thing" in der Regiewelt. Fraglich ist, ob er das auch verdient hat. Seine Filme sind immer ambitioniert oft aber auch schrecklich moralisch und vielfach plump auf der richtigen Seite, was Filme wie "Code 46" oder "Welcome to Sarajewo" sehr geschwächt hat. Die politischsten Filme sind nicht immer die, die am offensichtlichsten ein politisches Thema breittreten. Dieser Film ist so etwas wie Winterbottoms großer Hollywoodfilm, und sein Bester seit "Butterfly Kiss" und "Jude" eine ur-amerikanische Geschichte über die Enstehung der Städte in der Einöde der USA. Von der Wachablösung der Patriarchenstadt jener ersten Golgräber hin zu Städten die von der Eisenbahngesellschaft neu koodiniert wurden. Ein wehmütiger Blick zurück auf die Menschen, die Amerika erschlossen und zivilisiert haben. Schöne Bilder, gutes Drehbuch, unspetakuläre Regie von Winterbottom (könnte er öfter mal so machen) und ein hervorragender Peter Mullan.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb