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American Psycho

USA 2000

DVD 102min

Standort

WestEnd Serienmörder

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Mary Harron
Drehbuch
Guinevere Turner, Mary Harron
Kamera
Andrzej Sekula
Musik
David Bowie, John Cale
Produzent
Edward R. Pressman, Chris Hanley, Christian Halsey Solomon
Literaturvorlage
Bret Easton Ellis
Schauspiel
Willem Dafoe, Christian Bale, Chloe Sevigny, Reese Witherspoon, Justin Theroux, Jared Leto, Josh Lucas, Samantha Mathis
Genre
Thriller, Kriminalfilm
Inhalt
Exzellent gespielte, schwarzhumorige Verfilmung des schockierenden Romans von Bret Easton Ellis (stand in Deutschland bis März 2001 auf dem Index) über die Exzesse eines reichen New Yorker Börsen-Yuppies.

Kommentare

4 Punkte von anonym:
Lest das Buch! Dort passiert der erste Mord nach über 200 Seiten, hier nach zehn Minuten, das kann nicht funktionieren. Ok, für Legastheniker und Analphabeten ein Wort zum Film: Der Broker Patrik Bateman lebt im New York der späten Achziger, einer Welt, in der die Menschen so auf Äußerlichkeiten bedacht, so uninteressant und so verzweifelt sind, das sie sich gegenseitig permanent verwechseln und Panikattaken bekommen, wenn ein anderer eine schönere Visitenkarte hat. In einer Art jahrelangem Amoklauf begeht Bateman einen Mord nach dem anderen - an Obdachlosen, Kollegen, Prostituierten - und selbst das interessiert keinen. Auf das verzweifelte Geständnis, er habe Paul Allan vor Wochen umgebracht, antwortet sein Anwalt z.B. kühl, er habe erst vor ein paar Tagen mit ihm gegessen. Wie er sich in der Wäscherei beschwert, dass sie das Blut nicht herausbekommen, wie er seiner total zugedröhnten Freundin vormacht, sie wären in einem angesagten Restaurant (obwohl der andere Name groß auf der Karte steht) - es gibt viele gute Szenen, und alle machen das ständige vor-dem-Zusammenbruch-Stehen von Bateman deutlich. Leider wirkt alles nur angerissen und vorgestellt und es vermittelt sich nicht die beklemmende Ausweglosigkeit wie im Buch, weil der Film letztlich doch darauf achten muß, einen Plot voranzubringen, obwohl die Situation völlig statisch ist.

2 Punkte von telehors:
American Psycho ist ein sarkastischer und zynischer Film, der einem stellenweise deshalb das Blut in den Adern gefrieren lässt. Er ist nur leider nicht mehr als das, entwickelt sich nicht (im schlechten Sinne), berührt nur stellenweise das psychische Ausmaß seiner Themen und plätschert streckenweise so dahin mit viel 80er-Popmusik. Bei aller Direktheit, die der Film hat, finde ich in schlampig gemacht und ziemlich unmotiviert mit oberflächlichen Bildern. Vielleicht soll das aber auch alles bewußt so sein. Nur warum?

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