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Mio, mein Mio
Mio min Mio

Sowjetunion, Schweden, Norwegen 1987

DVD 100min

Standort

WestEnd Kinderfilm - Märchen / Kinderfilm - Abenteuer

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Vladimir Grammatikov
Drehbuch
William Aldridge
Kamera
Kjell Vassdal, Aleksandr Antipenko
Musik
Benny Andersson, Anders Eljas
Produzent
Ingemar Ejve
Literaturvorlage
Astrid Lindgren
Schauspiel
Christopher Lee, Christian Bale, Sverre Anker Ousdal, Timothy Bottoms, Susannah York, Nick Pickard, Igor Yasulovich
Genre
Kinderfilm, Abenteuerfilm, Fantasy
Inhalt
Phantastisches Kinderabenteuer nach ei- nem Buch von Astrid Lindgren. *

Kommentare

4 Punkte von caro:
Mio lebt bei furchtbaren Pflegeeletern in der realem Welt und sein echter Vater ist eigentlich gar kein Versager, sondern der König im Land der Ferne. Mio ist dort ein Prinz und muss gegen das Böse kämpfen, welches ziemlich ambivalent dargestellt wird. Dieser Film ist aus meiner Sicht nicht nur für Kinder inszeniert und deshalb für Erwachsene sehr sehenswert.

3 Punkte von anonym:
Dieser Film ist sehr gruselig und aus meiner Sicht, nicht für Kinder unter 11 Jahren geeignet.

3 Punkte von Stefan Senf:
Es gibt bei Astrid Lindgren immer wiederkehrende Elemente - manche ihrer Bücher sind quasi eigene Remakes. So gibt es mehr als einen Berührungspunkt zwischen "Mio mein Mio" und "Die Brüder Löwenherz". Seltsamerweise ist das "Remake" schon als Buch ihr weitaus besser gelungen - vielleicht, weil es konsequenter die Schattenseiten, ja die tragische Dimension großer Abenteuer auslotet. Es kann kaum etwas Traurigeres geben als ein Kind, das seine Eltern verloren hat und täglich an diesen Verlust erinnert wird (J.K.Rowling hat sich für ihren Harry Potter kräftig hier bedient). Aber schon im Buch spürt man davon wenig - der Versuch eines kindlichen Erzählstils ist ihr mit Pauken und Trompeten gescheitert. Der Film spart dies auch noch fast gänzlich aus: Wo er die Chance hätte, die Fehler der Vorlage zu korrigieren, verstärkt er sie noch. Onkel und Tante erhalten keinerlei Kontur und das Leiden Benkes auch nicht. So versteht man kaum, warum er die etwas unzauberische Märchenwelt derart der realen vorzieht - zumal hier ein finsterer Schurke sein Unwesen treibt. Der aber - obwohl von Christopher Lee, dem dämonischsten aller Filmschauspieler, dargestellt - ist keineswegs die Inkarnation des Teuflischen. Gewiss sollte man bei einem Kinderfilm darauf Rücksicht nehmen, ihn nicht zu düster zu machen, aber wie man eine Schurkenfigur effektvoll bricht, hat Vorlicek mit seiner "Märchenbraut" perfekt vorgeführt - Grammatikow gelang nichts Halbes und nichts Ganzes. Enormer Aufwand wurde für diese internationale Co-Produktion getrieben, doch der ist mittlerweile von der Zeit überholt. Für Erwachsene zu weichgespült, für Kinder zu zäh, fast langweilig. Offenbar können doch nur Schweden Astrid Lindgren wirklich gut verfilmen ...

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb