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Außer Atem
À bout de souffle

Frankreich 1959

DVD 88min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Französisch   
Untertitel
Deutsch, Niederländisch, Spanisch, Portugiesisch, Türkisch   
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Regie
Jean-Luc Godard
Drehbuch
Francois Truffaut, Jean-Luc Godard
Kamera
Raoul Coutard
Musik
Wolfgang Amadeus Mozart, Martial Solal
Produzent
Georges de Beauregard
Schauspiel
Jean-Luc Godard, Jean-Paul Belmondo, Jean-Louis Richard, Jean-Pierre Melville, Daniel Boulanger, André S. Labarthe, Jean Seberg, Roger Hanin, Henri-Jacques Huet, Van Doude
Awards
Berlinale: Silberner Bär - Beste Regie für Jean-Luc Godard
Empfohlen von
Martin, Inga, Mitarbeiter
Genre
Kriminalfilm, Liebesfilm
Stichworte
Schwarz-Weiss, Amour fou
Inhalt
Junger Gangster in Paris scheitert an seiner Beziehung zu einer Studentin. Godards Erstlingswerk gilt als Klassiker der "Nouvelle Vague". Remake ("Atemlos") 1982 mit Richard Gere.

Kommentare

5 Punkte von Liv:
Da tritt er in Erscheinung: Jean-Paul Belmondo als charmanter, glückloser Kleingauner, der sich auf der Champs Elysee kurzer Hand in eine süsse amerikanische Studentin verliebt, wodurch sein weiteres Schicksal nicht mehr abzuwenden ist. Godards furioses Erstlingswerk begeistert: mit unglaublicher Leichtigkeit lässt er seine Hauptdarsteller agieren, getragen vom amerikanischen Genre-Kino. Zudem etablierte dieser Film erstmals die gezielten Jump Cut Sequenzenm und stellte sich dadurch gegen die bis dahin geltende Montagepraxis. Und nicht zueltzt gilt "a bout de souffle" als einer der ersten und grundlegenden Meilensteine der Nouvelle Vague. Vergesst Richard Gere, vergesst das Remake "Breathless" - hier gibt´s den Charme und die cinematographische Finesse die ihr sucht!

5 Punkte von anonym:
„Das erste, was ich in meinem Leben sagen konnte: NewYorkHeraldTribune!“ Recht kokett für eine cineastische Liebeserklärung, diese kleine Anspielung Bertoluccis („Die Träumer“) auf den regelmäßig zitierten Godard-Klassiker. Dabei wirkt „À bout de souffle“ selbst wie eine stolprige Anreihung aus Zitaten. Der junge Belmondo spielt hier bereits die Rolle seines Lebens: den Möchtegern-HumphreyBogart Michel Poiccard, der jede Geste akribisch erst zur Geste werden lässt, als wäre das Leben ein einziger großer Film und die Champs-Élysées der Drehort... – was sie ja letztendlich auch in Wirklichkeit ist. Diese Enthüllung der Fiktion als solcher geht soweit, dass er sogar seinen eigenen Tod zum Filmtod stilisiert. Auch die Ästhetik des Films ist klar jener des amerikanischen Gangsterkinos entlehnt; allerdings bewirkt die gegen alle Konventionen verstoßende Montagetechnik eine extreme Irritation herkömmlicher Sehgewohnheiten. Auch hier wird man als Zuschauer auf seine Rolle als Zuschauer zurückgeworfen. Als Godards Erstling 1951 erschien, bescheinigte man ihm gar Unvermögen, da kaum jemand eine Absicht hinter diesem abnormen Vorgehen vermutete. Kein Wunder, wenn einem erst einmal bewusst wird, wie sehr die Gewohnheit unserer Wahrnehmung unser Wertesystem beeinflusst – allein schon bei der Unterscheidung zwischen Fiktion und Realität. Hier bekommt man es auf jeden Fall vorgeführt! Das Wunder besteht eher darin, dass die Fiktion auch nach ihrer Erkenntnis immer wieder Besitz von uns ergreift: „NewYorkHeraldTribune!“

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb