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Die Royal Tenenbaums

USA 2002

DVD 105min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Englisch, Italienisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch, Italienisch   
Regie
Wes Anderson
Drehbuch
Wes Anderson, Owen Wilson
Kamera
Robert D. Yeoman
Musik
Mark Mothersbaugh
Produzent
Scott Rudin, Wes Anderson, Barry Mendel
Schauspiel
Bill Murray, Ben Stiller, Owen Wilson, Anjelica Huston, Gwyneth Paltrow, Danny Glover, Seymour Cassel, Larry Pine, Luke Wilson, Gene Hackman, Kumar Pallana, Jonah Meyerson, Grant Rosenmeyer
Empfohlen von
Lindhorst, Maria, Martin, Mitarbeiter
Genre
Komödie
Inhalt
Skurrile Familiengeschichte. Neues Werk des "Rushmore"-Regisseurs. Berlinale 2002.

Kommentare

5 Punkte von Liv:
Wes Anderson inszenierte mit "The Royal Tenenbaums" ein ganzes Schauspieler-Ensemble. Der Film bewegt sich laufend zwischen Drama und schwarzer Komödie - gleitet mal ins eine, mal ins andere Genre. Aber vor allem die komödiantischen Momente verhaften sich im Gedächtnis - und der Film hat einige herrliche Augenblicke zu bieten. "The Royal Tenenbaums" geht über die solide Unterhaltung hinaus, und ist vielmehr ein buntes, skuriles Werk voll herrausragender Darsteller und richtig witziger Momente.

3 Punkte von Lars Tuncay:
Wenn in den Staaten derzeit der Name Wes Anderson (Rushmore) fällt, geht das gleich einher mit der Bezeichnung Genie und der ein oder andere Filmkritiker zieht noch flugs einen (mehr oder weniger) gekonnten Vergleich zum Godfather of film Orson Welles. Andersons Bezüge zu Welles enden aber bereits bei der Biographie. Zwar haben beide den Zenit ihrer Karriere gleich zu Beginn erklommen, aber von der Bilderkunst Welles ist der 32jährige noch weit entfernt. Nur gut, das hierzulande nicht alle Hurra-Schreie direkt übernommen werden, in die man bei dieser Besetzung allerdings schnell einstimmen könnte: Angelica Houston, Gwyneth Paltrow, Ben Stiller, Bill Murray und Familienoberhaupt Gene Hackman, der hier die Vorstellung seines Lebens gibt, garantieren allesamt zumindest von schauspielerischer Seite hervorragende zwei Stunden Filmvergnügen. Für Ethel Tenenbaum (Houston) war das Leben bisher nicht gerade ein Vergnügen. Von ihrem unfähigen Mann verlassen musste sie ihre drei Wunderkinder alleine großziehen. Chas spekulierte bereits mit 14 Jahren erfolgreich an der Börse, Margot erhält als Drehbuchautorin ein Stipendium und Richie bereiste bereits als Tennisprofi die Welt. Doch durch ihre verkorkste Kindheit scheitern alle drei im späteren Leben. Als sich Vater Royal (Hackman) zurückmeldet und behauptet er sei todkrank finden sich die Kettenraucherin Margot (Paltrow), der paranoide Chas (Stiller) und der abgehalfterte Richie (Luke Wilson) wieder im Haus der Familie ein. Gleich zu Beginn wird die Vorgeschichte bis zu Royals Rückkehr als Prolog erzählt. Hier liegt leider auch die größte Schwäche des Films. Durch die kurze Einführung wird den Figuren zu wenig Eigenleben eingehaucht und ihr Schicksal geht für ein echtes Drama nicht nahe genug. Als Komödie taugt die Familienchronik aber noch weniger. Dafür dass die ganze Atmosphäre des Films äußerst skurril angelegt ist, sind die Probleme und Dialoge einfach zu normal. Und die penetrante Sixties-Optik und -Musik wollen auch nicht so richtig zu diesem, im heutigen Amerika angelegten Familiendrama passen. So sind es vor allem die Schauspieler, die einen Kinobesuch lohnen und mit großer Spielfreude allesamt ihren Star-Status vergessen machen.

4 Punkte von Björn Siebert:
Auch "The Royal Tenenbaums" ist wieder großartig geworden. Eine tolle Komödie und ein würdiger Nachfolger zum grandiosen Rushmore ist Wes Andrson da gelungen und das skurille Universum des Wes Anderson wächst mit jedem neuen Film beharlich an.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb