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Funny Games

Österreich 1997

DVD 104min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch   
Regie
Michael Haneke
Drehbuch
Michael Haneke
Kamera
Jürgen Jürges
Musik
Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Friedrich Händel, John Zorn
Produzent
Veit Heiduschka
Schauspiel
Susanne Lothar, Ulrich Mühe, Frank Giering, Doris Kunstmann, Christoph Bantzer, Arno Frisch, Stefan Clapczynski
Empfohlen von
Mitarbeiter
Genre
Drama, Thriller
Stichworte
Familie, Terror, Wahnsinn, Psychothriller
Inhalt
Zwei junge Männer terrorisieren eine Familie. Heftig umstrittener, äußerst intensiv gespielter, absolut kompromißloser Film zum Thema Gewalt. Vom Team des Vorgängers "Benny's Video".

Kommentare

5 Punkte von titii:
Für mich der grausamste und gruseligste Film, den ich bisher gesehen habe. und das, obwohl man NICHTS sieht. Viel schlimmer: man WEISS immer, was vor sich geht, und die eigene Fantasie bringt einem das Grauen bei. Wer "Das Experiment" zu hart fand, sollte diesen Film nicht gucken. 1A Schauspielleistungen, dass Spiel und die Einbesziehung der Zuschauer, die unabänderliche Folge der bestürzenden Ereignisse....wunderbar. Und das alles aus Österreich. Hier geb ich unbedingt alle Punkte.

3 Punkte von frittenfürst:
'gesichter des todes' ist ja auch grausam und grob gruselig. war sicher mutig von haneke, aber ob sein film auch gut ist? keine ahnung. mühe nervt jedenfalls, lothar spielt alle weg.

5 Punkte von visualmind:
Eine junge glückliche Familie mit ihrem Sohn auf dem Weg ins Wochenende. In absoluter Idylle lässt Papa mit Sohnemann zuerst das Segelboot zu Wasser, während Mutter den Kühlschrank füllt. Ein junger leicht tolpatschiger Mann, der vorgibt, mit den Nachbarn befreundet zu sein, steht plötzlich in der Tür und bittet um ein paar Eier. Kein Grund zur Aufregung, oder? Den Unbekannten hat man ja eben noch auf Nachbars Grundstück im Gespräch mit dem Hausherrn gesehen. Irgendwas scheint hier trotzdem nicht zu stimmen. Seine Freundlichkeit wirkt fast bedrohlich. Der an sich belanglose Nachbarschaftsdienst artet zur grotesken Begebenheit aus, doch langsam ist es nicht mehr zum Lachen, als noch ein gutaussehender junger Komplize hinzukommt. Von Anfang an spürt der Zuschauer die zunehmende Unheimlichkeit des Ganzen. Haneke inszeniert hier kompromisslos. Man ahnt bald, dass es hier kein Happy End geben wird. Und dabei agieren die Eindringlinge bei aller ausgeübter Gewalt äußerst subtil und mit schier unerträglicher höflicher Hochnäsigkeit und Zynismus. Dies ist kein gewöhnlicher Gewaltfilm. Es ist auch kein Horrormovie, das uns gruseln oder Ekel aufkommen lässt. Dieser Film macht sprachlos und wütend. Er ist nicht nur für die hervorragenden "Schauspieleropfer" der reine Psychoterror. Auch der Zuschauer wird mit dramaturgischen Kniffen direkt in die so real und beklemmend scheinende Manipulation einbezogen. In diesem Film ist Gewalt keine Popcorn-Unterhaltung, es ist der reale Schock, der in die Normalität einbricht.

5 Punkte von Xx.:
Hanekes moralischer Diskur zeigt nicht die körperliche Gewalt, sondern rückt ihre Folgen ins Blickfeld... Sowohl soziologische als auch filmische Klischees deckt er entweder auf (Wie bei der Frage nach dem Warum?) oder er bricht mit Ihnen (nicht zum ersten mal). Man bewegt sich auf unsicherem Terrain, und muß einige direkte Angriffe auf den Zuschauer für sich selbst entkräften. Denn Haneke behandelt uns wie Komplitzen. Der Film wirft Fragen auf, gibt aber auch, wenig subtil, Antworten, die für sich betrachtet schon wieder klischeehaften Charakter haben; Ob man diese wiederum als ernst gemeinte Medienkritik oder als Verweis auf deren typische Schlußfolgerungen versteht, muß jeder für sich selbst entscheiden. Ein Film der verstört, und sich ins Langzeitgedächnis frißt...

5 Punkte von anonym:
Ich hab mich mal wahnsinnig böse gefühlt, als ich nach einer Line Koks die Waschmaschine von meinem Ex mit Katzenfutter ruiniert und seine Unterhosen in den Briefkasten seiner Vermieterin gestopft habe. Nach diesem Film komme ich mir endlich wieder lieb und brav und ziemlich normal vor. Ihr kranken frustrierten reichen Kinder da draußen: Zündet lieber Mülltonnen an und demoliert Ferraris, soviel ihr wollt - aber verschont um Himmels Willen mich und meine Familie mit euren lustigen Spielchen. Und Mutti - wenn jemand vor deiner Tür steht und um Eier fragt; mach bitte niemals, niemals auf!!!

5 Punkte von Xx.:
Gerüchten zufolge wird Haneke "FG" noch einmal verfilmen... und zwar, festhalten, in Hollywood (Naomi Watts als Anna)... damit würde, wenn M.H. keine Kompromisse macht, aus einem aussergewöhnlichen Anti Hollywoodthriller ein subversives Medien - Konzeptkunstwerk... Mr. Haneke sie sind genial...

5 Punkte von Moody:
Großartig, überraschend, unkonventionell! Absolut empfehlenswert und beinahe keine Kritikpunkte. Der Film ist an keiner Stelle unspannend, die Kameraeinstellungen sind fantastsch. Ein Muss!

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb