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Baader

BRD 2002

DVD 110min

Standort

WestEnd Thriller - Deutsch

Sprachen
Deutsch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Christopher Roth
Drehbuch
Christopher Roth, Moritz von Uslar
Kamera
Bella Halben, Jutta Pohlmann
Produzent
Christopher Roth, Mark Gläser, Stephan Fruth
Schauspiel
Hinnerk Schönemann, Bastian Trost, Vadim Glowna, Frank Giering, Laura Tonke, Birge Schade, Can Taylanlar
Awards
Alfred-Bauer Preis
Genre
Gangsterfilm, Drama
Stichworte
RAF, Biografie
Inhalt
Teils fiktionalisierter Film über die RAF-Terroristen Andreas Baader und Gudrun Ensslin. Berlinale-Wettbewerb 2002.

Kommentare

4 Punkte von anonym:
„baader“ ist ein wichtiger film, der sehr eingängig von der umsetzung, dennoch bundesdeutsche geschichte erzählt. aufgrund der perspektivischen verkleinerung des kontextes auf die person baader, deutet sich ein größerer rahmen zwar an, wird aber nicht unmittelbar verhandelt. gerade die verwicklungen um ulrike meinhoff hätten einen etwas stärkeren akzent vertragen. dennoch ein sehr guter film, weil er mit genügend humor, licht auf ein wichtiges einzelschicksal deutscher geschichte wirft. weiterführend bzw. doch recht anders ist „die stille nach dem schuß“ zum thema zu empfehlen.

2 Punkte von Björn Siebert:
Ich kapiere das hier nicht. Warum muss eine wahre deutsche Geschichte so absonderlich abgeändert werden? Die Wirklichkeit ist doch nun spannend genug. Zum besseren Verständnis: Hier geht's um die RAF Terroristengruppe Baader-Meinhof die die erste Stadtguerilla organisierten. Alle Namen stimmen, alle Anschläge haben wirklich stadtgefunden einige Zwischenszenen und im besonderen das Cowboyfinale jedoch nicht, auch wenn Baader sich das sicher so vorgestellt hätte. Tatsächlich verübte er Selbstmord in seiner Zelle kurz nachdem die Flugzeugentführung der "Landshut" durch arabische Terroristen gescheitert war. Ein bisschen mehr Werkstreue und weniger Gewaltfetischismus hätten dem Film "Baader" gut getan, auch wenn damals Sartre nach einem Besuch mit Baader feststellen musste "Der Mann ist ein Arschloch", hätte ich mir doch gewünscht, dass weniger Action und rumgeschreie diesen Film tragen würde. Über Meinhof und Baader lernen wir hier rein gar nichts- außer das Baader ein Arschloch war. Ich empfehle lieber: Todesspiel, Stille nach dem Schuss und die grandiose Doku Black Box BRD.

4 Punkte von MangoTango:
Gegen Ende der 90er gab es eine popkulturelle Strömung, die mit Versatzstücken des Terrorismus der Siebziger in Westeuropa spielte. Dies war übrigens hypothetisch, denn die Mitglieder der RAF pflegten, schon aus Gründen der Tarnung, ein großbürgerliches Auftreten (typisch: Ensslins Festnahme beim Bummel in einer Hamburger Boutique). Ich denke, auf dieser Welle schwimmt auch „Baader“. Um das Gerüst seiner Biografie und der der RAF wird eine fiktive Handlung entwickelt, die klarmacht: dieser Typ (Frank Giering überzeugt) ist ein Arschloch, ein Macho und ein Waffen- und Autofreak. Dass der Showdown mit seinem Tod endet (also von der Realität abweicht), tut dem klug mit Veratzstücken von Originalaufnahmen arbeitendem Film keinen Abbruch. Hervorragend ist Vadim Glowna als Gegenspieler Baaders, eine Figur die sich wohl am BKA – Chef Herold orientiert. Ein (fiktives) Treffen zwischen offenbart Gemeinsamkeiten ebenso wie Unversöhnliches zwischen zwei Generationen.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb