Blättern  

Suche

Suche
WestEnd Logo

Vatel

Frankreich, Grossbritannien, Belgien 2002

DVD 99min

Standort

WestEnd Historienfilm

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch   
Regie
Roland Joffe
Drehbuch
Tom Stoppard, Jeanne Labrune
Kamera
Robert Fraisse
Musik
Ennio Morricone
Produzent
Alain Goldman, Roland Joffe
Schauspiel
Timothy Spall, Uma Thurman, Gérard Depardieu, Julian Glover, Richard Griffiths, Tim Roth, Julian Sands, Feodor Atkine, Arielle Dombasle, Philippine Leroy-Beaulieu, Julie-Anne Roth, Marine Delterme, Natacha Koutchoumov, David Gabison, Murray Lachlan Young
Genre
Historienfilm, Drama, Komödie
Stichworte
Romantische Komödie, Essen
Inhalt
Episode rund um den französischen König Louis XIV. im 17. Jahrhundert. Vor allem optisch attraktives Kostüm-Epos.

Kommentare

5 Punkte von Liv:
Sie möchten ein Historiendrama sehen? Dann empfelhle ich Ihnen "Vatel". In opulenten Bildern entwickelt, hervorragend gespielt, berichtet der Film über die sensible Liebesgeschichte hinaus von dem brisanten Verhältnis zwischen Aristokratie und Volk. Gekonnt vermeidet es der Regisseur, die sinnenfrohe Grundstimmung mt gesellschaftspolitischen Diskursen zu überfrachten.

4 Punkte von Lars Tuncay:
Am Anfang steht ein Brief des Marquis de Lauzon an den Duc de Condé: "Ihre Majestät gab mir Anlaß zu glauben, dass er eine Einladung von Ihnen akzeptieren würde, Sie in Chantilly zu besuchen. Wenn Sie Wert auf die Gunst Ihrer Majestät legen, dann werden Sie der Extravaganz und der Originalität des festlichen Anlasses keine Grenzen setzen." Am Ende der Freitod des Meisterkochs François Vatel, der Legende nach ausgelöst durch eine nicht eingetroffene Lieferung Fisch. Doch Regisseur Roland Joffé, dessen eindrucksvolles Regiedebüt "The Killing Fields" noch immer als einer der besten Antikriegsfilme gilt, wirft ein neues Licht in die Legende um den Perfektionisten unter dem Glanz des Sonnenkönigs Louis XIV. 1671:Vatel (Gérard Depardieu), emporgestiegen aus der Gosse Paris´, opfert sich gänzlich für den französichen Hochadel auf, ohne dabei jedoch den Bezug zur Unterschicht zu verlieren. Als der Sonnenkönig (Julian Sands) sein Eintreffen auf dem Anwesen des hochverschuldeten Duc (Julian Glover) ankündigt, bedeutet das für Vatel den Beginn eines Spektakels für das er die volle Verantwortung zu tragen hat. Zwölf Tage schläft er nicht, legt seine ganze Leidenschaft in das Spektakel und wird dabei vom Hofstatt des Königs verspottet und gedemütigt. Schweigend nimmt er alles hin und verliebt sich in die Lieblingsmätresse des Königs Anne de Montausier (Uma Thurman). Doch auch der schmierige Marquis de Lauzon (Tim Roth) hat ein Auge auf die Schönheit geworfen. Oscarpreisträger Joffé ist ein wahrer Rausch für die Sinne gelungen. Sein detailverliebtes Bildnis der verschwenderischen Ära Louis XIV. - Eröffnungsfilm der letztjährigen Filmfestspiele in Cannes - ist ein meisterhaft besetztes, prunkvoll ausgestattetes Zeitbild der Maßlosigkeit des französichen Hochadels, in der sich die Barbarei hinter den Masken des Pomp und der Oberflächlichkeit versteckte. Am Ende ist es diese Heuchlerei und Dekadenz an der der Meister Vatel zerbricht.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb