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The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit
The Hours

USA 2002

DVD 110min

Standort

WestEnd Drama - Hollywood

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Stephen Daldry
Drehbuch
David Hare
Kamera
Seamus McGarvey
Musik
Philip Glass
Literaturvorlage
Michael Cunningham
Schauspiel
Julianne Moore, Meryl Streep, Nicole Kidman, Claire Danes, Ed Harris, Toni Collette, Jeff Daniels
Awards
Oscar: Beste Hauptdarstellerin für Nicole Kidman
Berlinale: Silberner Bär - Beste Darstellerin für Julianne Moore, Meryl Streep, Nicole Kidman
BAFTA: Beste Hauptdarstellerin für Nicole Kidman
Amandaprisen
Empfohlen von
Mitarbeiter
Genre
Drama, Queer Cinema
Stichworte
Frauenfilm, Lesbisches Kino
Inhalt
Drei verschiedene Frauenschicksale in drei verschiedenen Zeiten, kunstvoll miteinander verwoben und phantastisch gespielt.

Kommentare

5 Punkte von anonym:
Ein Buch in drei Zeiten: Viginia Woolf schreibt "Mrs. Dalloway", eine Hausfrau verzweifelt an der Leere ihres 50er Jahre-Vorstadt-Idylls und eine Frau im modernen New York kämpft um ihren Aids-kranken Freund. Auf verschiedenen Ebenen verwebt der Film diese Schicksale und schafft so ein ozeanisches Gefühl von der Parallelität der Geschichte.

5 Punkte von stefan:
Drei Frauen, drei Zeiten, aufgefädelt an einem Szenarium, das sich allmählich zu einer Geschichte entwickelt. Und was für einer! In fast unheimlicher Perfektion adaptiert Regisseur Stephen Daldry jene Woolfsche Erzähltechnik, nach der die äußere Welt vom subjektiven Erlebnis verdrängt wird. Ewiggleiche Schluchten zwischen Lebensentwurf und Lebensführung öffnen sich vor unseren Augen, offenbaren ewiggleiche Abgründe der Seele. Gnadenlos vorangetrieben werden diese Schilderungen durch die nimmermüden Kompositionen von Philip Glass. Diese Reise durch das letzte Jahrhundert wird man wohl so schnell nicht vergessen.

5 Punkte von Raban:
Drei Frauen, drei Geschichten in drei Epochen gleiten ineinander und fließen durch DIE STUNDEN. Jede Frau ist mit den beiden anderen ohne deren Wissen fern und nah dieser Dinge verbunden. Keiner von ihnen ist bewusst, dass ein Roman ihr Leben unwiderruflich ändern wird: Autorin Virginia Woolf, verkörpert von Nicole Kidman, kämpft in einem Londoner Vorort mit ihren Dämonen und für den Eröffnungssatz eben dieses Romans "Mrs. Dalloway". Sie geht aus dem Leben ins Buch und von da aus dem Leben. Mehr als zwanzig Jahre später liest die Hausfrau und Mutter Laura Brown, gespielt von Julianne Moore, Virginias Worte und fragt sich, ob nicht die Zeit für eine radikale Wende in ihrem Leben gekommen sei. Viel ist Clarissa Vaughan, die von ihrem AIDS-kranken Freund und Dichter liebevoll und spöttisch „Mrs. Dolloway“ genannt wird, nicht geblieben von dem Mann, den sie noch immer liebt. Ein Film, den man auch oder gerade als Mann gesehen haben muss, um etwas von der zerbrechlichen Stärke weiblicher Seelen zu ahnen!

5 Punkte von Jessica:
Einfach wunderbar! Alle drei Hauptdarstellerinnen überragen mit einer einzigartigen Darstellung!

4 Punkte von Susanne Schulz:
„Mrs. Dalloway sagte, sie wolle die Blumen selber kaufen“, schreibt Virginia Woolfe (Nicole Kidman) 1923 in Sussex, einem kleinen Vorort von London, als ersten Satz ihres neuen Buches. Zur gleichen Zeit geht Mrs. Dalloway (Meryl Streep) im New York der Gegenwart in einen Blumenladen, um dort Arrangements für eine Party zu bestellen, die sie zu Ehren ihres an Aids sterbenden Freundes Richard geben will, der einen Schriftstellerpreis für sein Lebenswerk verliehen bekommt. Während sie noch versonnen an einem Strauß Rosen riecht, liest in einer biederen Einfamilienhausgegend im Los Angeles der 50er Jahre, die Hausfrau Laura Brown (Julianne Moore) gerade „Mrs. Dalloway”. Verknüpft werden die drei Frauenschicksale durch den bitteren Faden der Depression und einer Müdigkeit am Leben, der sie auf verschiedenen Wegen zu entrinnen suchen. Stephen Daldry ist mit diesem Film ein wunderschön melancholisches Meisterwerk gelungen, welches vor allem durch die drei Hauptdarstellerinnen – sie erhielten für ihre Performance gemeinsam den „Goldenen Bären“ in Berlin – und der großartigen Filmmusik von Phillip Glass zu einer sehr sehenswerten Odysee durch drei Frauengenerationen wird. Einfach ein Film für alle, die auch manchmal das Gefühl haben, „es sei sehr sehr gefährlich, auch nur einen Tag zu leben“.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb