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The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz
The Wild Bunch

USA 1969

DVD 139min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Englisch, Spanisch, Ungarisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch, Polnisch, Tschechisch, Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Norwegisch, Schwedisch, Ungarisch   
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Regie
Sam Peckinpah
Drehbuch
Sam Peckinpah, Walon Green
Kamera
Lucien Ballard
Musik
Jerry Fielding, Ross Hastings
Produzent
Phil Feldman
Schauspiel
L.Q. Jones, Ernest Borgnine, Ben Johnson, Warren Oates, William Holden, Bo Hopkins, Alfonso Arau, Dub Taylor, José Chávez, Strother Martin, Jaime Sánchez, Jorge Russek, Albert Dekker, Edmond O'Brien, Robert Ryan
Empfohlen von
Martin, Mitarbeiter
Genre
Western, Action, Drama
Inhalt
"Sie kannten kein Gesetz": Ein wilder Haufen ehemaliger Soldaten überfällt Stationen der Eisenbahngesellschaft in Texas. Trotz krasser Gewaltszenen ein meisterhafter, stilbildender Film über Korruption, Gewalt und Gesetzesmißbrauch nach dem amerikanischen Bürgerkrieg.

Kommentare

5 Punkte von Liv:
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist der Westen in weiten Teilen nicht mehr ganz so wild, und die Zeiten für Outlaws und Desperados werden schlechter. Das bekommen auch Pike Bishop und seine Bande zu spüren. Bei einem Überfall auf ein Lohnbüro der Eisenbahngesellschaft geraten sie in einen Hinterhalt, bei dem ein Zug der Heilsarmee in die Schußlinie gerät und erbarmungslos niedergemäht wird. Pike und ein paar seiner Leute fliehen nach Mexiko und lassen sich mit dem hinterlistigen General Mapache ein. Der läßt Angel, einen von Pikes Männern, foltern und töten - es kommt zum Gemetzel...The Wild Bunch gilt als der härteste Western aller Zeiten - Zeitlupenstudien von Gewaltorgien unterstützen diese Vermutung. Aber auch die Kompromisslosigkeit mit der die Helden ans Werk gehen wirkt äußerst stringent und brutal. Gekennzeichnet vom Untergang und von Verrat findet die düstere Atmospäre ihr entsprenchendes Ende im grauenhaften finalen Showdown.

5 Punkte von Jan:
Peckinpahs Meisterwestern gilt zu Recht als einer der besten Genrevertreter. Die Story an sich ist ja noch recht typisch, was The Wild Bunch aber zu etwas besonderem macht ist die Art der Inszenierung. Als Spätwestern kurz vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges spielend, sind die Westerner um die sich der Film dreht ein Anachronismus. Es gibt keine „ehrenvollen“ Duelle mehr im Zeitalter automatischer Waffen. Das Sterben des „alten“ Westen wurde oft thematisiert. Doch anders als z.B. in Leones Spiel mir das Lied vom Tod, in dem vom großen Duell zum Schluss keiner von den Unbeteiligten Notiz nimmt und es damit ad absurdum geführt wird, enden Unbeteiligte hier als Leichen. Auch die Konsequenz der im Genre unabdingbaren und stilisierten Schießereien, die hässlichen, blutigen Wunden die ja letztendlich nie wirklich gezeigt wurden, zeigt Peckinpah und zwar sehr deutlich. Die Gewaltszenen und die Art ihrer Darstellung waren stilbildend und letztendlich Vorbild für viele Kollegen ( W.Hill, J. Woo, Q.Tarantino) aber Peckinpah verwendete sie nie um ihrer Selbst willen und anders als bei seinen „Schülern“ wirken sie oft verstörend. Man kann die Empörung verstehen, die P. zu seiner Zeit hervorrief. Aber The Wild Bunch ist nicht nur auf seine shoot outs zu reduzieren, die den Rahmen der Handlung bilden. Interessant ist, das P. immer mit seinen „Helden“ sympathisiert, obwohl es Lumpen sind, die aus Gier töten. So richtig unsympathisch sind immer die anderen, die „Guten“. So wird die Bande z.B. nicht von der Regierung gejagt, sondern im Auftrag eines Eisenbahnunternehmens von so richtig miesen Kopfgeldjägern, angeführt durch ein ehemaliges Mitglied der Bunch, der aber niemals Zweifel daran lässt, dass er lieber mit der Bunch reiten würde. Oder Frauen, entweder Huren oder Verräterinnen oder beides. Na ja, und Mexikaner in amerikanischen Western sind nicht unbedingt Sympathieträger ;) . Der „härteste“ Western ist The Wild Bunch sicher nicht, gerade ein paar europäische Genrevertreter haben da die Nase vorn (Töte, Django bsp.) aber es ist auch albern darüber zu debattieren. Peckinpahs Film gehört aber definitiv in die Top 10 der Western und ist auch für Leute, die sonst keine Western schauen (selber schuld ;) ) und filmgeschichtlich Interessierte sehenswert. Eine richtige Empfehlung kann ich aber nur bedingt aussprechen, denn hier liegt nur eine alte VHS von Warner vor. Die ist um ca. 18 min. geschnitten. Einige Handlungsschnitte, die dem Film aber schaden, und einige Brutalitäten, wie etwa der berühmte Kehlenschnitt, der das Schlussgemetzel einleitet und auch um das wirklich schöne CinemaScope Bild wird man betrogen. Eine Verstümmelung. So richtig warm wird man derzeit in Europa nur mit der UK DVD von Warner. Ein Flipper zwar, aber mit einem tollem Bild (2,35:1) , einem gelungenem 5.1 Upmix und vor allem UNCUT!!! Aber eben ohne dt. Ton und Untertitel.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb