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Der Schakal (1972)
The Day of the Jackal

Frankreich, Grossbritannien 1972

DVD 136min

Standort

WestEnd Polit-Thriller

Sprachen
Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Polnisch, Tschechisch, Portugiesisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Norwegisch, Schwedisch, Türkisch, Ungarisch   
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Regie
Fred Zinnemann
Drehbuch
Kenneth Ross
Kamera
Jean Tournier
Musik
Georges Delerue
Produzent
John Woolf
Literaturvorlage
Frederick Forsyth
Schauspiel
Derek Jacobi, Vernon Dobtcheff, Michael Lonsdale, Ronald Pickup, Cyril Cusack, Edward Fox, Jean Martin, Jacques François, Alan Badel, Michel Auclair, Raymond Gérôme, Olga Georges-Picot, Terence Alexander, Tony Britton, Denis Carey, Barrie Ingham
Genre
Drama, Thriller
Stichworte
Politthriller
Inhalt
Ein Profikiller der O.A.S. bereitet 1963 ein Attentat auf den französischen Präsidenten Charles de Gaulle vor. Spannender Thriller nach Frederick Forsyth. Das Remake von 1997 mit Bruce Willis und Richard Gere war zwar aufwendig, aber kann dem Original nicht das Wasser reichen.

Kommentare

5 Punkte von Stefan Senf:
Ein Mann - sportlich, elegant, mit hellem Haar - betört eine Frau, die anfangs eigentlich nichts von ihm wissen will. Aha, Richard Gere legt eine Pause in seinen Ermittlungen ein, um das Publikum zu entspannen. Doch halt, das ist nicht Gere - und vor allem ist es nicht der heldenhafte Ermittler. Der Polizeibeamte dieses Films ist ein scheinbar träger Taubenzüchter, der nicht mal mit seiner Frau schläft - sie weckt ihn nur, indem sie seine Füße verdreht. Der elegante Herr ist der Schurke der Geschichte - ein Killer, der nicht einmal widerwärtige Ideale hat, sondern nur fürs Geld tötet. Dessen manchmal fast genialen Vorbereitungen, die er kühl und versiert trifft, man fasziniert folgt und fast eins ums andere Mal vergisst, dass er ein verabscheuungswürdiger Mensch ist, der mit nur zwei Schlägen nebenbei einen Menschen tötet. Und ebenso faszinierend, wie die systematische Polizeiarbeit zum Erfolg führt, obwohl sie ständig auf Irrwege gerät. Hier steht Können gegen Können. Und meisterhaftes Können zeichnete auch die Künstler hinter wie vor der Kamera aus (sogar die Synchronisation ist beispielhaft gelungen). Zwei Gegner, die unterschiedlicher nicht sein könnten und erst in der letzten Minute aufeinander treffen, keine Feuerwalzen und wilde Verfolgungsjagden mit massenhafter Zerstörung, sondern zwei Menschen, die still und stur ihrer Arbeit nachgehen und unversehens Hauptfiguren eines der bedrückendsten Politthriller der Filmgeschichte sind. Ein solcher Film würde heute gar nicht mehr gedreht werden. Und das ist keine Spekulation, sondern traurige Tatsache - wie das oben angeführte Remake (das auch den Zuschauer anführte) beweist. 1972 war nicht der Tag, sondern das Jahr des "Schakals".

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb