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24 Hour Party People

Grossbritannien 2002

DVD 112min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Englisch   
Untertitel
Deutsch   
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Regie
Michael Winterbottom
Drehbuch
Frank Cottrell Boyce
Kamera
Robby Müller
Produzent
Andrew Eaton
Auftritt
Iggy Pop, Johnny Rotten
Schauspiel
Simon Pegg, Andy Serkis, Steve Coogan, Shirley Henderson, Christopher Eccleston, Kenny Baker, Lennie James, Sean Harris, Paddy Considine, Sam Riley, Kieran O'Brien, Martin Hancock, Rob Brydon, Ron Cook, Peter Kay, Keith Allen, John Thomson, John Simm, Danny Cunningham, Margi Clarke, Nigel Pivaro
Empfohlen von
Mitarbeiter
Genre
Musikfilm, Drama
Stichworte
Punk
Inhalt
Rasant präsentierte Geschichte der Musik- szene Manchesters von Punk bis Acidhouse.

Kommentare

4 Punkte von visualmind:
Dies ist die Geschichte von Tony Wilson und seinem Indiependent-Label Factory Records. In den späten 70ern begeistern die Sex Pistols als Ereignis im Rock n Roll Zirkus. Auch Tony Wilson ist von ihnen begeistert und schmeißt seinen Job hin, um sein eigenes Punk-Label zu gründen. Der Film erzählt aus der Sicht von Wilson den Aufstieg und den Niedergang von Factory mit seinen einflussreichsten Bands. Die Bands werden dabei teilweise in Originalaufnahmen gezeigt, die in die nachgestellte Handlung mit Schauspielern hineinmontiert wurden. Ausführlich schildert der Film die kurze tragische Karriere der Gruppe JOY DIVISION und beleuchtet auch spätere Factory-Gruppen wie z.B. die HAPPY MONDAYS. Doch nicht nur Bands spielten im idealistischen Factory-Betrieb eine Rolle. Die größenwahnsinnigen 80er und konkret der Verkaufserlös der New-Wave-Elektro-Maxisingle "Blue Monday" verleiteten die Band NEW ORDER dazu, einen eigenen Club zu gründen: die legendäre Hacienda in Manchester. Egal ob Punk oder später Acidhouse, hier lief die Musik von morgen schon immer einen Tag eher und auch die künftigen Partydrogen waren selbstverständlich zu haben. Eine unterhaltsame Reise in den alles andere als glanzlosen englischen Underground-Popzirkus zwischen Punk und Rave.

4 Punkte von lockedroom:
Sehr unterhaltsamer Streifen über "Madchesters" wildeste Zeiten, durch den uns ein genial-verspleenter Steve Coogan/Tony Wilson wie ein Zeitreiseleiter hindurchführt. Dabei erinnert er - vor allem mit der neuen Frisur im zweiten Teil des Films - zunehmend an einen Blixa Bargeld, der sich allerdings selbst auf die Schippe nimmt. Man hat tatsächlich durch die besondere Machart des Films, die kein einziges Mal aufgesetzt oder zu inszeniert wirkt, in manchen Momenten das Gefühl, dabeizusein in diesem rauhen und großartigen Kapitel der Musikgeschichte. Einziger Wermutstropfen: Kurz nach der Beerdigung Ian Curtis` und dem Ende von Joy Divsion zieht der Film durch und - schwupps - sind wir schon Anfang der Neunziger in der Hochzeit des Raves bei den Happy Mondays angekommen. Einzig auf New Order wird noch eingegangen und das wars leider. Und gerade auch diese Zeitspanne näher zu beleuchten, wäre doch äußerst interessant gewesen. Ansonsten: Wärmste Empfehlung!

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb