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Adaptation
Adaption

USA 2003

DVD 110min

Standort

WestEnd Komödie - Hollywood

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch, Englisch, Türkisch   
Regie
Spike Jonze
Drehbuch
Charlie Kaufman, Donald Kaufman, Susan Orlean
Kamera
Lance Acord
Musik
Carter Burwell
Produzent
Edward Saxon, Jonathan Demme
Auftritt
John Malkovich, Spike Jonze
Schauspiel
Tilda Swinton, Brian Cox, Nicolas Cage, Meryl Streep, Catherine Keener, Judy Greer, Chris Cooper, Maggie Gyllenhaal, Stephen Tobolowsky, David O. Russell, Gregory Itzin, Doug Jones, Curtis Hanson, Ron Livingston, Gary Farmer, Peter Jason, Cara Seymour
Awards
Oscar: Bester Nebendarsteller für Chris Cooper
Berlinale: Silberner Bär
Genre
Komödie
Stichworte
films about filmmaking
Inhalt
Schräge Reflektion über einen Drehbuchautor in Hollywood. Zweiter Film des Duos Jonze/Kaufman ("Being John Malkovich"). Oscar für Chris Cooper.

Kommentare

4 Punkte von plug:
Adaption ist nach "Being John Malkovich" der nächste Regiestreich der Extraklasse des Spike Jonze. Der Drehbuchautor (Nicholas Cage) hat eine Schreibblockade. Sein Zwilling (wieder Cage!) will ihm mit Besuch von Workshops helfen. Dennoch gerät das Unterfangen ein Drehbuch über einen kriminell gewordenen Orchideenliebhaber nach der Vorlage eines Buches zu schreiben, zusehens in eine Sinnkriese. Auf den Spuren des Orchideendiebs und der Autorin der Vorlage vermischen sich Realität und Fiktion das Drehbuch entsteht im Film und der Autor projeziert seine Verzweiflung und Unkreativität im Stoff, den die zuschauer sehen...bis alles auf ein Furioses Ende in den Sümpfen zusteuert und kriminelle Machenschaften und verborgene Geheimnisse aufgedeckt werden. Spannend, anrührend, poetische und einfach genial verwoben dieser Reigen

4 Punkte von Liv:
Adaption - keine leichte Sache, vor allem nicht die Geschichte. Hervorragend herausgearbeitet und absolut authentisch ist die Rolle von Nicholas Cage als blockierter und verunsicherter Drehbuchschreiber. Durch den - eigentlichen uneleganten, aber für die Genauigkeit an dieser Stelle unerlässlichen - inneren Monolg offenbaren sich in aller Detailliertheit die Gedanken eines kreativen Menschen. Der Film lebt von der Geschichte, dies allein ist der treibende Motor. Denn filmästhetisch gehört Adaption nicht zu den großen Errungenschaften der Regisseursgilde: eine völlig unbewegte Kamera hört den Darstellern einzig beim Gespräch zu - die Magie des Kinos wird auf das theatralische reduziert. Die Rezeption von Adaltion ist der Lektüre eines Romans vergleichbar: das Licht geht aus, der Vorhang öffnet sich, ein Buch wird aufgeschlagen, Seite für Seite blättert der Zuschauer - anstatt minute für Minute mitgerissen, weggetragen zu werden von der Faszination der Bewegungen, der Tiefe der Räume, der unausweichlichen Logik der Einstellungsfolgen. Adaption ist zweifellos ein guter Film, vor allem Nicholas Cage ist so gut wie seit Leaving Las Vegas nicht mehr, aber Adaption ist kein Kino, sondern formal reduziert.

1 Punkte von Michel:
Unverschämter, geistloser Woody Allen Rip-Off: ein Film über einen Drehbuchautor ist per se bereits ein Indiz für Ideenarmut, doch da ließe sich vielleicht noch was draus machen..Spike Jonze und seiner blutleeren Hollywood-Bagage gelingt allerdings ein vollständig reizfreies Machwerk der Egomanie. Es sind gerade diese Fimne, die nebenher noch auf Poesie machen (Randthema Orchideenzucht in diesem Fall), die den schlimmsten Schaden anrichten: bitte nicht anschauen, alles schon dagewesen beim großen Woody, danke.

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