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Atanarjuat - Die Legende vom schnellen Läufer
Atanarjuat - The Fast Runner

Kanada 2001

DVD 168min

Standort

WestEnd Drama - Europa & Welt

Sprachen
Inuit   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Zacharias Kunuk
Drehbuch
Norman Cohn, Zacharias Kunuk, Pauloosie Qulitalik, Herve Paniaq
Kamera
Norman Cohn
Musik
Chris Crilly
Produzent
Zacharias Kunuk
Schauspiel
Pauloosie Qulitalik, Lucy Tulugarjuk, Natar Ungalaaq, Peter-Henry Arnatsiaq, Eugene Ipkarnak, Madeline Ivalu, Sylvia Ivalu
Awards
Toronto: Bester kanadischer Film
Empfohlen von
skies&clouds, Martin, Mitarbeiter
Genre
Drama
Stichworte
Familie, Brüder
Inhalt
Grönland-Abenteuer nach einer alten Legende: Der Fluch eines unbekannten Schamanen zerstört das harmonische Gleichgewicht eines Dorfes in der kanadischen Arktis: Eifersucht, Hass, Rache und Machtgier regieren fortan das Zusammenleben der Inuit. Als sein Bruder ermordet wird, erfährt Atanarjuat, genannt der schnelle Läufer, am eigenen Leib, welche Macht von dem Fluch ausgeht. Er muss sich entscheiden: Soll er Rache nehmen oder den ewigen Kreislauf des Hasses durchbrechen?

Kommentare

5 Punkte von Arne Winter:
"Atanarjuat - Die Legende vom schnellen Läufer" ist der erste Spielfilm der von Inuit geschrieben, insziniert und produziert wurde. Schon allein das macht neugierig. Doch wenn man dann noch weiß, das dieser Film im offiziellen Film-Begleitprogramm der Docmenta 11 in Kassel lief und 2001 die "Goldene Palme" als bester Debutfilm erhielt; kann man (und Frau) sich sicher sein: Dieser Film ist absolut sehenswert! Amaqjuaq "der Starke" (Pakkak Innukshuk) und sein Bruder Atanarjuat "der schnelle Läufer" (Natar Ungalaaq), leben zusammen mit Ihrem Stamm in einer kleinen Iglu-Siedlung im ewigen Eis; in der kanadischen Arktis. Sie wissen nichts von der Legende des Fluches, die von Generation zu Generation weiter gegeben wurde, da Ihre Mutter sich bemühte sie behütet aufwachsen zu sehen. Die Legende erzählt das irgendwann vor langer Zeit ein Stamm der Inuit lebte, welcher von einem zufällig vorbeiwandernden Schamanen verflucht ward. Fortan prägten Eifersucht, Haß und Gier das einst beschauliche Miteinander. Atanarjuat verliebt sich in die schöne Atuat (Sylvia Ivalu) womit das Unheil seinen lauf nimmt.. Atuat ist nämlich bereits dem stolzem Häuptlingssohn Oki (Peter-Henry Arnatsiaq) versprochen und dieser duldet keine Nebenbuhler. Davon unbeeindruckt heiratet Atanarjuat seine Geliebte und nimmt sich nach geraumer Zeit, so wie es Sitte war, eine Zweitfrau: Puja, Oki's Schwester. Sie soll Atuat gesellschaft leisten, entpuppt sich jedoch als falsche Schlange und hetzt Ihren Bruder weiter gegen Atanarjuat auf. Mit zwei Komplitzen überfällt der Eifersüchtige und Rachsüchtige Oki eines Nachts die beiden Brüder während der Jagd, wobei Amaqjuag, der ältere ums Leben kommt. Atanarjuat flieht, völlig unbekleidet über das zugefrorene Meer und findet Hilfe bei einer kleinen Familie auf der anderen Seite des Meeres. Gepflegt und gestärkt kehrt der Totgeglaubte, mit der Erkenntnis zurück, den ewigen Kreislauf von Rache, Machtgier, Eiversucht und Hass durchbrechen zu müssen... Verpackt in eine wirklich tolle Geschichte, entstand ein sehr authentischer Film über des Lebens der Inuit, der einem an den Lebensbedingungen, der Kultur und ihrer Naturverbundenheit teilhaben lässt. Gesprochen wird nur auf Inuktitut; mit Hilfe von Englischen Untertiteln kann man jedoch problemlos an der Handlung teilhaben.

5 Punkte von Liv:
Der große Gewinn des Films liegt darin, dass er durch seine archaische Geschichte, durch die nihilistischen Weiten und die reduzierte Inszenierung Momente der Transzendenz, Augenblicke einer anderen Welt und Fragen von philosophischer Tiefe anregt. Zusammen mit der kompromisslosen, einfachen, aber nicht minder klassisch-tragischen Geschichte ergibt sich ein ungewöhnliches, ein sehenswertes Filmerlebnis.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb