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Persona

Schweden 1966

DVD 80min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Schwedisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Ingmar Bergman
Drehbuch
Ingmar Bergman
Kamera
Sven Nykvist
Musik
Lars Johan Werle
Produzent
Ingmar Bergman
Schauspiel
Bibi Andersson, Gunnar Björnstrand, Liv Ullmann, Jörgen Lindström, Margaretha Krook
Empfohlen von
Miriam, Mitarbeiter
Genre
Drama
Stichworte
Schwarz-Weiss
Inhalt
Meisterwerk Ingmar Bergmans, das seine Grundthemen, die Abwesenheit Gottes und die Zurückgeworfenheit des Menschen auf sich selbst, variiert.

Kommentare

5 Punkte von pippi lotti:
Mit diesem Film, der mindestens ebenso verstörend, rätselhaft und vieldeutig wie sein Vorgänger „Das Schweigen“ ist, setzt sich der Surrealismus in den Bergman Filmen durch. Gleich zu Beginn werden wir mit einer Sammlung einzelner Bilder, Bruchstücke, assoziativ geordnet, konfrontiert. Diese Bilder, als Stücke von Film verweisen auf den Zauber des Films. Darauf sehen wir die Bühne. Theater und Film sind, bzw. ist Theater ein bestimmter Ort in den Filmen Bergmans. Zwischen seiner mythischen Kraft und seiner Banalität (der Schmiere) platziert Bergman die Liebe. Die Schauspielerin Elisabet (Liv Ullmann) bricht auf der Bühne in ein wildes Lachen aus und schweigt danach. Eine Ärztin, die das Schweigen nicht durchbrechen kann, empfiehlt eine Kur im Landhaus am Meer und beauftragt eine Krankenschwester zur Begleitung der Patientin. Zwischen den beiden Frauen Elisabet und Anna, der Krankenschwester (Bibi Anderson) etabliert sich zunächst ein freundschaftliches Verhältnis. Bis Elisabets Schweigen in den Verdacht gerät Annas unablässiges Reden, ihre Persönlichkeit, aufzusaugen wie ein Vampir. Schließlich trennen sich die beiden wieder, der Sommer ist zu Ende. Der Film zerfällt in einzelne Bildschübe, Wiederholungen und Varianten von Szenen.

5 Punkte von mark:
Grandios und Zeitlos. Die schwarz-weißen Bilder lassen einem den Mund offen stehen. Die Geschicht die keine ist: Zwei Frauen in einem Sommerhaus. Die eine, eine verstummte Schauspielerin, die andere, deren Krankenschwester und Seelsorgerin. Und eine Beziehung zueinander, welche die Grenzen von Liebe, Identität und Personalität aufsprengt. Ein Film über Offenheit und über die Grenzen der Sprache als Form von Kommunikation. Ein Film über grenzenlose Emphatie und die Schmerzen die daraus erwachsen. Ein Film über die Fähigkeit zu lieben und den Ekel und die Faszination an menschlichen Beziehungen. Ein Film wie Musik. Nicht greifbar, nur erfühlbar.

5 Punkte von Liv:
Persona ist Filmkunst auf die reduzierteste Art, verbunden mit einer tiefenpsychologischen Thematik. Ingmar Bergman beweist hier sein Talent in doppelter Hinsicht: Er glänzt in seiner Rolle als kreativ-operierender Künstler, in dem er eigene Filmsphären zu schaffen imstande ist. Zum anderen ist sein Wissen um die Tiefenpsychologie fundiert, logisch und sorgfältig konstruiert, so dass auch die inhaltliche Ebene des Films ein dramaturgischer Hochgenuss ist.

5 Punkte von rashomon:
Nicht zu vergessen die Anfangssequenz, die eine zusammengeschnittene Bilderflut zeigt. Darunter sind für eine halbe Sekunde drei Einzelbilder eines erigierenden Penis zu sehen,welchen Bergman, aus Frust über die Filmzensur, in den Film nachträglich noch hineinschnitt...

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb