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Barcelona für ein Jahr
Una casa de locos / L'Auberge espagnole

Frankreich, Spanien 2002

DVD 124min

Standort

WestEnd Komödie - Europa & Welt

Sprachen
Deutsch, Französisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Cédric Klapisch
Drehbuch
Cédric Klapisch
Kamera
Dominique Colin
Produzent
Bruno Levy
Schauspiel
Audrey Tautou, Kelly Reilly, Zinedine Soualem, Romain Duris, Cédric Klapisch, Barnaby Metschurat, Cécile De France, Kevin Bishop, Wladimir Yordanoff, Judith Godrèche, Iván Morales, Cristina Brondo, Federico D'Anna
Genre
Komödie
Stichworte
Romantische Komödie
Inhalt
"Barcelona für 1 Jahr": Ein Student teilt sich im letzten Jahr seines Studiums in Spanien ein Appartement mit Kommilitonen aus ganz Europa. Französischer Multikulti-Komödienerfolg.

Kommentare

4 Punkte von Lars Tuncay:
Xavier (Romain Duris, "Dobermann") macht sich im Rahmen des europäischen Austausch-Programms Erasmus für ein Jahr auf in die spanische Metropole Barcelona. Dabei quält den Durchschnittstypen nicht nur der Abschied von seiner Freundin Martine (Audrey Tautou, "Die fabelhafte Welt der Amélie"), er sieht sich auch mit zahlreichen Problemen konfrontiert: Behördengänge, Sprachkurse und Wohnungssuche – die Ankunft in der fremden Stadt entlockt der sympathischen Erzählerstimme mehr als nur einen lakonischen Kommentar. Als er aber in eine internationale WG einzieht fühlt er sich zum ersten mal geborgen. Die bunte Zusammenstellung aus einer Französin, einem Deutschen – stilecht verkörpert von Barnaby Metschurat ("Solino") – einer Engländerin, einem Italiener, einem Schweden und der ortsansässigen Soledad sorgt für reichlich Abwechslung und dafür, dass Xavier eine zweite Heimat findet, die er am liebsten nie wieder verlassen würde. Die digital gefilmte und sehr authentisch gehaltene Geschichte des Franzosen Cédric Klapisch ("Typisch Familie!") besticht durch ihren Humor und die symphatischen Charaktere und richtet sich vor allem an Studenten. Die werden sich gut mit den Freuden und Nöten des überzeugenden Romain Duris identifizieren können und über die ein oder andere Länge des Films hinwegsehen.

2 Punkte von Pirx:
Auch wenn ich objektiv bleiben will: Schlimmstes Klischeekistenkino. So ein Film musste ja kommen, nur braucht ihn niemand. Eine Ansammlung lustiger(?) Menschen aus allen Teilen Europas, die zeigen sollen, wie Europa funktionieren kann. Peinlich, wie hier mit kulturellen und individuellen Standardschemata versucht wird, möglichen Zeitgeist einzufangen. Natürlich Studenten, natürlich einer hippe WG, natürlich der smarte Franzose, der auch mit verheirateten Frauen gut kann, natürlich der geschichtsbewusste, betrunkene Engländer...Alle in Barcelona, alle happy, Erasmus machts möglich. Und das meint der Film nicht mal ironisch, sondern will sagen: So sieht es aus, unter den jungen Leuten. Auch wenns filmisch nichts zu meckern gibt - solche Plattitüden sind überflüssig. Und jetzt bin ich leider doch subjektiv georden...

3 Punkte von Cornelia:
Der Wirtschaftsstudent Xavier kommt aus Frankreich und hat einen interessanten Job nach seinem Studium in Aussicht. Das einzige Problem: Er muss dafür Spanisch lernen. Und so macht er sich, nicht zuletzt um seiner etwas anhänglichen Mutter zu entkommen, für ein Jahr im Rahmen des Studentenaustauschprogrammes ERASMUS auf nach Barcelona. Vor Ort findet er schnell Anschluss und landet schlussendlich in einer Mulit-Kulti-WG mit Studenten aus ganz Europa. In dieser WG erlebt er seinen ganz eigenen Mikrokosmos der aufeinanderprallenden Kulturen und Wertvorstellungen. Am Ende geht er mit einem neuen Selbstverständnis zurück nach Frankreich. Der Film ist künstlerisch gut inszeniert, etwas verspielt und mit seiner Ironie alles andere als nüchtern. Negativ zu bewerten ist dabei die Strapazierung existierender Klischees hinsichtlich der Kulturen (warum z.B. muss der Deutsche unbedingt ordnungsliebend sein?) genauso wie die teilweise doch etwas berechenbare und langatmige Story, die nach meinem Geschmack zu sehr auf ein idealisiertes europäisches Zusammengehörigkeitsgefühl getrimmt ist.

4 Punkte von mrs.hippie:
einfach super unterhaltungs-kino. nette schauspieler, lustig, gute bilder, und ein toller drehort. wenn man den film sieht, wünscht man sich selbst nach barcelona.

4 Punkte von Jana:
Der Film weckte sofort wieder das Fernweh in mir und jeder, der schon mal eine Zeit im Ausland lebte, wird sich auf die ein oder andere Weise in diesem Film wohl wiederfinden. Wenn dann noch dazu kommt, dass man WG- Erfahrung hat, hat man schon mal viel mit den Protagonisten gemeinsam. Der Film macht Lust auf andere Länder, andere Kulturen und das Wissen, dass man es auch allein in der Fremde schafft, solange man nette Leute um sich hat.

3 Punkte von Susanne Schulz:
Liebe Erstsemester, bitte geht in diesen Film! Hier lernt ihr für´s Leben, vor allem jedoch Wissenswertes über das Austauschprogramm mit dem altehrwürdigen Namen Erasmus. Xavier studiert Wirtschaft und weil sein Vater einen alten Schulfreund in einem jener Glaspaläste sitzen hat, die einen Job für mindestens die halbe Lebenszeit versprechen, trifft man sich auf ein gepflegtes Lunch. Beim Nachtisch ist klar, Xavier muss Spanisch lernen, denn Europa wächst bekanntlich zusammen. Dann winkt auch der Job im Glashaus. Hier beginnt die Reise des sympathisch naiven Franzosen durch die bürokratischen Wirren einer Auslandsstudienbewerbung und man kann kaum glauben, dass er tatsächlich irgendwann am Flughafen steht, mit Ziel Barcelona. Seine rehäugige Freundin Martine (Audrey Tatou) nebst Hippie-Mutter winken. Doch wie das nun mal so ist, mit neuer Umgebung weitet sich das Blickfeld und man lässt Zurückgelassenes irgendwann zurück. Wohnungssuche, die Schönheiten der neuen Stadt, die Bars, das Leben – dies alles verlangt den ganzen Erasmusstudenten. Xavier durchläuft die nervenaufreibende Tretmühle der Zimmersuche und landet schließlich beim Bewerbungsgespräch am Tisch einer Multikulti-WG. Versammelt sind ein Däne, eine Spanierin, ein Italiener, eine Britin und ein Deutscher, der natürlich sofort das Verhör beginnt. Trotzdem darf der Franzose am Ende einziehen und es beginnt ein turbulentes Jahr, in dem Xavier, entgültig aus dem vielzitierten Nest gestoßen wird. Cédric Klapischs Film ist eine Party mit Ankunft in der Realität, die ihr nicht versäumen solltet. Alle Liebhaber von „Und jeder sucht sein Kätzchen“ könnten allerdings etwas enttäuscht sein, ob des Fehlens jenes „gewissen“ Hauches Poesie, den der Regisseur seinem Vorgängerwerk zu geben vermochte. Dieser wird jedoch wettgemacht mit witzigen Dialogen vor WG-Kühlschränken, einem unbedarften Umgang mit sämtlichen Studentenklischees und Nationalitäten-Stereotypen und einer Welle von Nostalgie, die all jene überrollen sollte, die ihr Austauschjahr schon hinter sich haben. Irgendwie sind wir eben alle ein Bisschen Erasmus.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb