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Flickering Lights
Blinkende Lygter

Dänemark, BRD 2002

DVD 109min

Standort

WestEnd Komödie - Europa & Welt

Sprachen
Deutsch, Dänisch   
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Regie
Anders Thomas Jensen
Drehbuch
Anders Thomas Jensen
Kamera
Eric Kress
Musik
Jeppe Kaas, Bent Fabricius-Bjerre
Produzent
Tivi Magnusson, Kim Magnusson
Schauspiel
Mads Mikkelsen, Ulrich Thomsen, Nikolaj Lie Kaas, Peter Andersson, Ole Thestrup, Tomas Villum Jensen, Thomas Bo Larsen, Henning Jensen, Iben Hjejle, Sofie Gråbøl, Peter Reichhardt, Bent Mejding, Søren Pilmark, Solbjørg Højfeldt, Lars Kaalund, Jesper Asholt, Karen-Lise Mynster, Frits Helmuth
Empfohlen von
Mitarbeiter
Genre
Komödie, Kriminalfilm
Stichworte
Diebe & Gauner
Inhalt
Schräger dänischer Gauner-Krimi. Kinodebüt des Co-Autors von "Mifune" und "In China essen sie Hunde".

Kommentare

5 Punkte von Pirx:
Schon mit „In China essen sie Hunde“ bewies Anders Thomas Jensen als Drehbuchautor, dass Pulp Fiction auch europäisch und eigenständig daherkommen kann – und dabei einen Charme versprüht, den man in europäischen Filmen so noch nicht oft zu sehen bekommen hat. Für Flickering Lights nahm Jensen auch auf dem Regiestuhl Platz, und herausgekommen ist dabei ein Gaunerfilm, der den rotzcoolen (wie will man es sonst beschreiben?) Gestus von „In China…“ aufnimmt und gleichzeitig etwas mehr in die Tiefe gehen will und kann. Erzählt wird die Geschichte von vier Kleinganoven, die meilenweit davon entfernt sind, den großen Coup zu landen. Durch einige unglückliche Umstände gelangen sie in den Besitz von 4 Millionen Kronen, mit denen man im Prinzip nur eins machen kann: Abhauen. So beginnt eine Reise, die viel Zeit für eine genaue Zeichnung der Charaktere zulässt. Und das ist genau das, was den Film letztendlich ausmacht und trägt. Die vier Typen, jeder mit seiner persönlichen Hintergrundgeschichte, verzahnen sich in Dialogen über dänische Lyrik, den Schusswaffengebrauch gegenüber Eichhörnchen oder das größte dänische Kulturgut namens „Matador“ zu einer in sich geschlossenen, unkaputtbaren Einheit, die trotz aller Gewalt gegen Frauen (- Eine Szene vor dem Herrn!) und Nutztieren immer die moralischen Sieger über alles bleiben. Und dabei ein Coolness an den Tag legen, bei der sich Tarantino warm anziehen kann. Auch filmisch kann Jensen überzeugen, keine Szene zu viel oder zu wenig, wobei die Rückblenden noch einmal über eine ganz eigene poetische Qualität verfügen. Und wem das nicht reicht: Der Film erhebt den Mythos Biertrinken in ungeahnte, philosophische Niveaus. Für alle „In China…“ – Liebhaber ist dieser Film sowieso ein muss. 5 von 5.

4 Punkte von Tino:
Der Film ist wirklich sehenswert. An die Schnelligkeit von "in China essen sie Hunde" kommt Flickering Lights aber nicht heran. Der Film verzichtet auf lange Actionszenen. Es geht hier mehr um das, was die einzelnen Akteure ausmacht, wie sie in die Situation gekommen sind und was sie draus machen. Es geht um Lebensentwürfe, die stark durch eine verkorkste Kindheit geprägt sind. Es werden Typen vorgestellt, die gänzlich einen am Rad haben und das macht das Ganze interessant. Ein sehr menschlicher Film, den man empfehlen kann.

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