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Chungking Express
重慶森林

Hongkong 1994

DVD 95min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Chinesisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Kar-wai Wong
Drehbuch
Kar-wai Wong
Kamera
Christopher Doyle, Wai Keung Lau
Musik
John Phillips, Frankie Chan, Dolores O'Riordan, Michelle Phillips
Schauspiel
Tony Leung Chiu Wai, Takeshi Kaneshiro, Faye Wong, Lee-na Kwan, Brigitte Lin, Valerie Chow, Chen Jinquan, Liang Zhen, Huang Zhiming
Empfohlen von
Inga, Mitarbeiter
Genre
Liebesfilm
Stichworte
Far East
Inhalt
Kunstvoll verwobene, um einen Fast-Food-Stand kreisende Liebesepisoden im Hongkong der 90er Jahre, vom jungen Regisseur Wong Kar-wai.

Kommentare

5 Punkte von zoevi:
Chungking Express erzählt mit wunderschönen, atmosphärischen Bildern zwei Geschichten über beendete Beziehungen und neu aufkommende Liebe. In der ersten Story versucht ein junger Polizist über die Beziehung mit seiner Ex "May" hinwegzukommen, die ihn am 1. April verlassen hat. Seit dem kauft er jeden Tag eine Dose Annanas mit dem Verfallsdatum 1. Mai, da das sein Geburtstag ist und May Annanas mochte. Er beschließt ihr zu verzeihen wenn sie zurückkommt, bevor er 30 Dosen zusammen hat, also bis zu seinem Geburtstag. Doch dann trifft er eine geheimnisvolle Frau mit Regenmantel und Sonnenbrille. Die zweite Geschichte handelt ebenfalls von einem verlassenen Polizisten, dessen Freundin - eine Stewardeß - mit ihm Schluß macht und einen Abschiedsbrief mit seinem Wohnungsschlüssel an dem Imbißstand hinterlegt, wo er täglich Kaffee trinkt. Die etwas verträumte Aushilfe "Faye", die gern überlaut "California Dreaming" hört, versucht ihm den Brief zu überreichen - er ist jedoch noch nicht Bereit diesen zu lesen und läßt ihn vorerst dort liegen. Als sie sich privat zufällig treffen läd er sie ein, ihn zu besuchen. Faye nimmt dieses Angebot auch an, allerdings während der Polizist Dienst hat... Wer Filme von Wong Kar-Wai kennt weiß, daß er es mit einem Bilder-Ästheten zu tun hat. Der Film entführt den Zuschauer in die enge, hektische und zuweilen exotisch anmutende Großstadtwelt Hongkongs und zeigt die kleinen Geschichten und Episoden des dortigen (Beziehungs-)Alltags. Manchmal tritt dabei zwar die Story zugunsten der Bilder etwas in den Hintergrund, jedoch schafft er es mit geschickt eingesetztem Soundtrack und stimmigen Charakteren eine ganz eigene Stimmung aufzubauen.

5 Punkte von Liv:
Ein frühes Meisterwerk von Wong Kar-Wai. Wenn man sich an die Hektik der Bilder, der eigentümlich spärisch-bodenlosen Poetik und der Eigenheit der asiatischen Kultur gewöhnt hat - was ungefähr 15 Minuten dauert, dann kann man ein Filmerlebnis einzigartiger Weise erleben. Beziehungslos, beinahe zusammenhangslos wirbelt das Kameraauge durch die engen, dunklen Winkel Hong Kongs, immer auf der Suche nach den Sehnsüchten, den Indiviudualismen, den Triumphen und dem Lebenswillen seiner Hauptdarsteller, die es schafften ebenso zusammenhangslos und heterogen zu agieren, wie der Regisseur es auf der Ebene der Inszenierung schafft.

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