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Dr. Mabuse, der Spieler

Weimarer Republik 1922

DVD 86min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Untertitel
Deutsch, Englisch, Französisch   
Regie
Fritz Lang
Drehbuch
Fritz Lang, Thea von Harbou
Kamera
Carl Hoffmann
Musik
Aljoscha Zimmermann
Produzent
Erich Pommer
Literaturvorlage
Norbert Jacques
Schauspiel
Rudolf Klein-Rogge, Alfred Abel, Georg John, Aud Egede Nissen, Robert Forster-Larrinaga, Bernhard Goetzke, Paul Richter, Gertrude Welcker
Genre
Kriminalfilm
Stichworte
Klassiker, Schwarz-Weiss
Inhalt
Klassiker vom Übermenschen, der seine Umwelt beherrschen will. Zugleich ein expressionistisches Zeitbild. (Kurzfassung auf VHS, restaurierte zweiteilige Langfassung auf VHS/DVD: 1. "Der große Spieler, ein Bild der Zeit", 2. "Inferno, ein Spiel von Menschen unserer Zeit".

Kommentare

5 Punkte von Stefan Senf:
Ein mittelprächtiger Provinzverbrecher in einem pornographisch gefärbtem Schundroman - das ist Mabuse in Norbert Jaques Zeitschriften-Roman. Eine erschreckend manipulative Führernatur - das ist Mabuse in Langs Filminterpretation. Es ist wohl übertrieben anzunehmen, daß Mabuse eine Vorahnung des Braunauer Schmierenschauspielers ist, aber es zeigt dem heutigen Zuschauer deutlich, aus welchem Geist letzterer hervorgegangen ist und wie groß die Faszination für herrschsüchtige Führernaturen war. Substantiell ist der "Mabuse" letztlich auch nur ein etwas absurder Krimi, es ist die formale Gestaltung, die ihn weit über das Mittelmaß erhebt. Der exzentrische Klein-Rogge und der besonnen spielende Goetzke sind perfekte Antipoden. Nur eine bessere Musikuntermalung als das billige Kammer-Plimm-Plimm von Zimmermann hätte dieser in jeder Hinsicht große Film verdient.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb