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M - Eine Stadt sucht einen Mörder

Weimarer Republik 1931

DVD 117min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch   
Regie
Fritz Lang
Drehbuch
Fritz Lang, Thea von Harbou
Kamera
Fritz Arno Wagner
Musik
Edvard Grieg
Schauspiel
Peter Lorre, Theodor Loos, Georg John, Rosa Valetti, Gerhard Bienert, Theo Lingen, Otto Wernicke, Günter Neumann, Inge Landgut, Ellen Widmann
Empfohlen von
Martin, Mitarbeiter
Genre
Kriminalfilm
Stichworte
Schwarz-Weiss
Inhalt
Klassisches Meisterwerk des deutschen Kinos der 30er Jahre: Die Geschichte vom Kindermörder, der Bevölkerung, Polizei und die Unterwelt Berlins gleichermaßen beunruhigt und von allen gejagt wird, enthält in ihrer teils sarkastischen Schilderung auch politische Verweise. Absolut fesselnd in seiner ersten und bekanntesten Rolle: Peter Lorre.

Kommentare

5 Punkte von Caro:
Der erste deutsche Tonfilm überhaupt und schon allein deswegen sehenswert. "M" lebt von seinem Protagonisten, Peter Lorre, gerade so, wie man sich einen Kindermörder vorstellt. Anders als bei "Es geschah am helllichten Tag" jagt nicht ein Vertreter des Guten die Bestie, sondern ganz Berlin stellt sich dieser Aufgabe, aus nicht immer den gleichen Gründen…

5 Punkte von Stefan Senf:
"M" war weiß Gott nicht der erste deutsche Tonfilm, aber der erste, der sich konsequent den Ton künstlerisch zunutze machte - sowohl den Ton selbst als auch dessen Fehlen. Statt naturalistischer Geräuschkulisse dominieren geradezu expressionistische, minimale Klangeffekte (schrilles Pfeifen, einzelne Fahrradklingeln oder kreischendes Hupen) - Lang übersetzte die hart kontrastierte Bildsprache des Stummfilmes auf die Tonspur, ohne die Bilder zu vernachlässigen. (Natürlich war er auch dazu gezwungen, weil ihm die teure Ton-Apparatur nur begrenzt zur Verfügung stand und er einen beträchtlichen Teil als Stummfilm abdrehen musste - aber Genies machen aus Beschränkungen wahre Kunstgriffe.) Das Resultat ist ein Film, der heute geradezu befremdet - und dadurch umso stärker wirkt. Wobei man nicht die zutiefst menschliche Dimension vergessen sollte - auch ein Mörder kann eine gequälte Seele haben, und wer sich selbst zum Schützer der Gesellschaft erklärt, muß damit noch lange nicht ein solcher sein.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb