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Lichter

BRD 2003

DVD 101min

Standort

WestEnd DVD-Katalog/ Drama

Sprachen
Deutsch   
Regie
Hans-Christian Schmid
Drehbuch
Hans-Christian Schmid, Michael Gutmann
Kamera
Bogumil Godfrejów
Musik
 The Notwist
Produzent
Jakob Claussen, Thomas Wöbke
Schauspiel
Devid Striesow, August Diehl, Henry Hübchen, Herbert Knaup, Ivan Shvedoff, Rainer Sellien, Janek Rieke, Zbigniew Zamachowski, Maria Simon, Alice Dwyer, Thomas Jahn, Michael Gerber, Sebastian Urzendowsky, Martin Kiefer, Maxim Kovalevski, Klaus Bräuer, Andrzej Górak, Peter Wohlfeil, Anna Yanovskaya
Empfohlen von
Lars , Martin, Mitarbeiter
Genre
Drama
Stichworte
Migration, Milieudrama
Inhalt
Dramatisch-melancholischer Episodenfilm im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Eine bemerkenswerte Bestandsaufnahme bundesdeutscher Wirklichkeit, die die sozialen und menschlichen Verhältnisse in kleine Geschichten umsetzt.

Kommentare

4 Punkte von Tino:
Die Oder ist nicht nur ein Fluss, sie markiert auch eine Wohlstandsgrenze. Der Film erzählt verschiedene Episoden über das schwierige Leben im Grenzraum zwischen Frankfurt und Slubice. So gibt es auf der deutschen Seite Menschen die sich mit einem Matratzenlager oder Zigarettenschmuggel über Wasser zu halten versuchen. Auf der anderen Seite Polen, die als Dolmetscher, Taxi-Fahrer und Pizzabäcker ihr Leben meistern. Zwischendrin versuchen Ukrainer das gelobte Euroland zu erreichen. Das Leben an der Grenze führt sie auf nichtalltägliche Weise zusammen. Der Film beschreibt dabei wunderbar, wie die Moral in solch einer Situation auf die Probe gestellt wird.

5 Punkte von Liv:
Hans-Christian Schmid ist Deutscher - und Filmemacher: eine Kombination die allzu oft in verheissungsvollen Untiefen endet. Doch mit "Lichter" liefert der Regisseur den Gegenbeweis, und ein eindrucksvolles Statement des modernen deutschen Films - auch wenn "Lichter" vielmehr europäisch, als denn deutsch erscheint. Nah an der Geschichte, nah an den Personen, mit unruhiger Kamera und O-Ton Athmosphäre schafft er einen poetischen Realismus dessen Eindringlichkeit einfach und faszinierend zugleich ist. Die menschlichen (oh, welch abgegriffene Floskel) Emotionen stehen im Zentrum, unaufhörlich bearbeitet Schmid die Eigenarten und vielschichtigen Hervorbringungen in seiner Geschichte von Flucht, Liebe, Glück, Geld und sozialem Überlebenskampf: einfache Zutaten, einer klassischen Parabel - ausgezeichnet inszeniert.

5 Punkte von Freundeskreis:
Der beste deutsche Film der letzten Jahre zeigt in eindringlicher und aufrührender Weise, dass auch andere Menschen Probleme haben. Besonders wenn man FFO und Slubice kennt, die Städte gesehen und ohne Probleme den Grenzübergang überquert hat, sollte man verstehen was in den Menschen vor sich geht. Die zum größten Teil noch unverbrauchten Schauspieler beleben und leben die Geschichte und machen sie dadurch erst zu dem, was sie ist. Ein beklemmendes Porträt einer Generation zwischen EU-Osterweiterung und Arbeitslosigkeit im guten alten Deutschland. Ein Muss für jeden freien Mitbürger in unserem Land!

5 Punkte von T-rhés:
Hans-Christian Schmid - ein viel versprechender deutscher Regisseur - der mit dem Film „Lichter“ einen feinfühligen, bewegenden Film geschaffen hat. Durch die Verwendung von Handkamera werden die Protagonisten zu Bekannten des Rezipienten und vermitteln ein Gefühl von Nähe. Der Film wirkt so authentisch und bereitet einem Bauchschmerzen und ein Gefühl der Ohnmacht, dass all diese Schicksale nicht erfunden, sondern real in unserer Gesellschaft existieren. Ein episodisch erzählter Film. Handlungsort ist die deutsch-polnische Grenze und die angrenzenden Orte Frankfurt / Oder und Slubice. Verschiedene Schicksale vereinen die Protagonisten, denn sie erzählen von Heimatlosigkeit, Mittellosigkeit, von der Suche nach Veränderung und dem persönlichem Glück. Ein rührender, eindrücklicher Film, der nach hallt und im Gedächtnis haftet. Überzeugende Schauspieler, allen voran Maria Simon. Ein wunderbarer Film: ehrlich, ergreifend und bewegend. Von mir die Bestnote mit Auszeichnung!

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb