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Auf Wiedersehen, Kinder
Au revoir les enfants

Frankreich 1987

DVD 105min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Französisch   
Untertitel
Deutsch   
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Regie
Louis Malle
Drehbuch
Louis Malle
Kamera
Renato Berta
Musik
Franz Schubert, Camille Saint-Saëns
Produzent
Louis Malle
Schauspiel
François Berléand, Philippe Morier-Genoud, Iréne Jacob, Peter Fitz, Francois Negret, Raphael Fejtö, Gaspard Manesse, Francine Racette
Awards
Venedig: Goldener Löwe
César: Bester Film
César: Beste Regie für Louis Malle
BAFTA: Beste Regie für Louis Malle
Empfohlen von
skies&clouds, Mitarbeiter
Genre
Drama
Stichworte
Jugendfilm, Coming-of-age, Einsamkeit, 2. Weltkrieg, Judenverfolgung
Inhalt
Bewegende, autobiographisch gefärbte Schilderung eines Kindheitsschicksals in einem Internat bei Paris während der deutschen Besatzungszeit, in dem drei jüdische Jungen vor der Gestapo versteckt werden sollen.

Kommentare

5 Punkte von ernestine:
Die graublaue Farbgebung des Films ist der Grundton des Plots. Graublau ist die Erfahrung dieser Generation, die direkt und metaphorisch "in Kälte" aufgewachsen ist. Im Winter 1944 lernen sich der wohlhabende Julien - ein Alter Ego Malles - und der stille, begabte Jean Bonnet in einem katholischen Internat kennen. Ein Geheimnis umgibt Jean, und Julien findet es heraus. Jean heißt eigentlich Jean Kippelstein. Die beiden Jungen werden zu Freunden. Als die kleinen Schiebereinen und Geschäfte, die zwischen den Schülern und dem Küchenjungen Joseph laufen, auffliegen, wird Joseph fristlos entlassen; die Schüler erhalten lediglich eine Strafpredigt. Joseph rächt sich für diese Ungerechtigkeit: Eines Tages taucht die Gestapo auf und sucht gezielt nach versteckten Juden. Ein Blick, den Julien bei der Erwähnung des Namens Kippelstein Jean zuwirft, verrät ihn: Jean und noch andere Jungen werden mit dem Pater abgeführt. Im Torbogen des Hofes dreht sich der Pater ein letztes Mal zu seinen Schülern um und verabschiedet sich: "Auf Wiedersehen, Kinder". Malle hat die Authentizität dieser Abschiedsszene immer wieder bestätigt und bezeichnete sie als eine seiner wichtigsten Kindheitserinnerungen. Dieser sehr persönliche Film Malles ist zugleich wieder auch ein politischer Film. Das Thema der Kollaboration wird ähnlich wie in "Lacombe,Lucien" (1974) aufgegriffen. Sehr berührend und poetisch.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb