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Das rote Eichhörnchen
The Red Squirrel / La Ardilla Roja

Spanien 1993

DVD 109min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Spanisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Julio Medem
Drehbuch
Julio Medem
Kamera
Gonzalo F. Berridi
Musik
Alberto Iglesias, Txetxo Bengoetxea
Produzent
Enrique López Lavigne, Fernando de Garcillán
Schauspiel
Karra Elejalde, Nancho Novo, Emma Suarez, Carmelo Gomez, Cristina Marcos, Maria Barranco, Txema Blasco, Chete Lera, Ana Gracia, Mónica Molina, Gustavo Salmerón
Empfohlen von
Lars , Torsten, Mitarbeiter
Genre
Drama, Thriller, Liebesfilm
Stichworte
Amnesie
Inhalt
Außergewöhnliches Drama um einen suizidgefährdeten Mann, der sich als Freund einer jungen, unter Amnesie leidenden Frau ausgibt - mit ungeahnten Folgen.

Kommentare

5 Punkte von Liv:
Julio Medem ist großartig - mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen! Die Inszenierungskunst nutzt die filmischen Möglichkeiten auf ganzer Bandbreite: federleicht wechselt Medem zwischen Traum und Realität, Jetztzeit und Erinnerung, nahezu surrealistischen Momenten und Banalität, erotischen Bildern und sprödem Charme. In der Riege der spanischen Regisseure, die in ihrer Inszenierung die spanische Kultur vor allem hervorheben ist Julio Medem der Erste - vor dem Tragiker Pedro Almodóvar.

4 Punkte von lasonrisaescondida:
Der abgedrehte Film spinnt sich per kreuzenden Lügen und Geschichten um eine vorgeblich mit Amnesie ihrer Identität beraubte Frau, die der Musiker J [„Jota“] geistesgegenwärtig zu seiner Frau bzw. Geliebten namens Elisa -nach einem Song aus seinen Zeiten mit der Musikgruppe „Las Moscas“- erklärt, nachdem sie einen mysteriösen Motorradunfall überlebt hat. Eigentlich heißt sie Sofía und wird von ihrem „richtigen“ Mann Felix, der auch seine dunklen Geheimnisse hat, via Radio gesucht. Erinnerungsstücke und -bilder schwimmen immer öfter an die Oberfläche ihres Bewusstseins und sie selbst vermag nicht, sich zu einer Realität zu bekennen. Stattdessen lassen die teilweise derben Erotikszenen, sowie Musikvideos aus Jotas Zeiten in der Band „Las Moscas“, die um Besitzdenken und Zugehörigkeit kreisende Liebesgeschichte noch einmal surrealer und traumähnlicher wirken, als sie ohnehin schon gedreht ist, und den Zuschauer teilweise verwirrt zurücklässt. Philosophische, existenzialistische Gedanken tragen jedoch ihr Übriges zu einem in sich stimmigen, wenngleich wieder einmal ungewöhnlichen Julio Medem und Arthaus- Film bei.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb