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Die Invasion der Barbaren
Les Invasions barbares

Kanada 2003

DVD 95min

Standort

WestEnd Drama - Europa & Welt

Sprachen
Deutsch, Französisch   
Regie
Denys Arcand
Drehbuch
Denys Arcand
Kamera
Guy Dufaux
Musik
Pierre Aviat
Produzent
Daniel Louis
Schauspiel
Marie-josee Croze, Marina Hands, Yves Jacques, Remy Girard, Denys Arcand, Johanne-Marie Tremblay, Stephane Rousseau, Dorothée Berryman, Louise Portal, Sophie Lorain, Isabelle Blais, Pierre Curzi, Dominique Michel, Micheline Lanctôt, Dominic Darceuil
Awards
Oscar: Bester Auslandsfilm
César: Bester Film
César: Beste Regie für Denys Arcand
Cannes: Beste Schauspielerin für Marie-josee Croze
Cannes: Bestes Drehbuch
Empfohlen von
Lars , Torsten, Mitarbeiter
Genre
Drama, Komödie
Stichworte
Alter/Lebensabend, Krankheit / Krankenhaus
Inhalt
Die Geschichte des Freundeskreises aus "Der Untergang des amerikanischen Imperiums" geht nach 17 Jahren weiter.

Kommentare

4 Punkte von Lars Tuncay:
Rund 17 Jahre nach dem „Untergang des amerikanischen Imperiums“ versammelt Denys Arcand („Jesus von Montreal“) das Ensemble seines satirischen Kultwerks an das Bett des im sterben liegenden Rémy (Rémy Girard). Sein Sohn Sébastien (Stephane Rousseau), ein erfolgreicher Unternehmer, kümmert sich trotz der Probleme mit dem störrischen Altsozialisten rührend um seinen Vater. Er lässt ihn in ein eigenes Zimmer verlegen, versorgt ihn über die im Leben gescheiterte Nathalie (Marie-Josée Croze) mit Heroin und trommelt seine alten Freunde zusammen. Gemeinsam mit ihnen nimmt Rémy in den letzten Tagen seines Lebens Abschied und reflektiert in Gesprächen seine Vergangenheit. Wie schon im Vorgänger von 1987 ist es vor allem der kanadische Autor und Regisseur Arcand selbst, der sich hier mit der Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzt. Seine Haltung gegenüber dem kanadischen Sozialsystem, der Kirche, der Ehe und dem Alter sind allgegenwärtig. Bewusst verarbeitet er in seinem Film die Ereignisse, der „Invasion der Barbaren“, dem 11. September 2001 und bettet diese in einen sanften Generationskonflikt eines alternden Kommunisten und seines kapitalistischen Sohnes, von seinem Vater „Prinz der Barbaren“ genannt. Die hervorragenden schauspielerischen Leistungen aller Beiteiligten und der Charme und zynische Humor, mit dem Arcand seine Figuren intelligente, zeitkritische Konversationen führen lässt retten den Film vor dem Abrutschen in die Sentimentalität und Melancholie. Eine menschliche, sensible Reflektion über das Leben, die das Filmfestival in Cannes zurecht mit zwei Palmen (für das Drehbuch und Nebendarstellerin Marie-Josée Croze) würdigte.

4 Punkte von chriskrank:
sehr schöner, unterhaltsamer film. alte freunde, die sich lange nicht gesehen haben, versammeln sich um das sterbebett einer der ihrigen. sie erinnern sich ihrer jugend als existenzialisten, seperatisten, independentisten, und welchen lehren sie in ihrem leben nich alles angehingen. es ist ein film über freundschaft, familie, liebe, drogen und das sterben. dabei aber nie anstrengend, sondern unterhaltsam ohne oberflächlig zu wirken.

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