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Der menschliche Makel
The Human Stain

USA 2004

DVD 108min

Standort

WestEnd Drama - Hollywood

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Robert Benton
Drehbuch
Nicholas Meyer
Kamera
Jean-Yves Escoffier
Musik
Rachel Portman, Franz Schubert
Produzent
Harvey Weinstein, Bob Weinstein, Tom Rosenberg, Gary Lucchesi
Literaturvorlage
Philip Roth
Schauspiel
Nicole Kidman, Anthony Hopkins, Ed Harris, Margo Martindale, Clark Gregg, Kerry Washington, Harry J. Lennix, Ron Canada, Gary Sinise, John Finn, Mili Avital, Jacinda Barrett, Anna Deavere Smith, Mimi Kuzyk
Genre
Drama
Inhalt
Drama rund um die Affäre eines Professors in einer Kleinstadt in Neu-England nach dem Roman von Philip Roth.

Kommentare

2 Punkte von peter.shaw:
Der Universitätsprofessor Coleman Silk (Anthony Hopkins) wird aufgrund einer unbedachten Äußerung in einer Vorlesung des Rassismus beschuldigt und verliert seine Stellung. Er sucht Trost bei dem zurückgezogenen Autoren Nathan (Gary Sinise), der im Laufe der Zeit zu einem guten Freund wird. Coleman verliebt sich in die Putzfrau Faunia (Nicole Kidman), die von ihrem Ex-Ehemann und Vietnamveteranen (Ed Harris) terrorisiert wird. In die Haupthandlung sind immer wieder Rückblicke in Colemans Vergangenheit eingestrickt, so daß zunehmend klar wird, daß die Bezichtigung des Rassismus eine Farce ist: Coleman hat sein Leben auf einer Lüge aufgebaut, indem er seine afroamerikanische Herkunft verleugnet. Im Gegensatz zu seinen Eltern und Geschwistern besitzt Coleman keine dunkle Hautfarbe, so daß er sich als Weißer ausgegeben hat. Die sich aufbauende Liebe zwischen Coleman und Faunia wird zunehmend zu einem Kampf zwischen Leben und Tod. Der Film plätschert leider etwas vor sich hin und erzeugt nicht den ganz großen Kinoabend. Im Grundtenor besitzen alle Charaktere mit ihren individuellen Schicksalen einen „menschlichen Makel“. Im Film wird leider etwas kläglich versucht, eine Tiefgründigkeit zu erreichen, die sich vermutlich in Philip Roth’ gleichnamigem Bestseller besser erzielen ließ.

3 Punkte von Christian:
Ein alter Mann fährt eine verschneite Straße entlang, in seinen Armen eine schlafende Schöne, in seinen Augen Ruhe und sanftes Glück. Dieses ist das erste und eines der letzten Bilder dieses Films, der einzige Moment, da der ehemalige Literaturprofessor Coleman (Anthony Hopkins) und seine um 30 Jahre jüngere Geliebte Faunia (Nicole Kidman) entspannt und schwerelos erscheinen. Dazwischen lieben sie sich heftig. Doch beide haben ihren jeweils eigenen Makel zu tragen. Er musste wegen vorgeworfenen Rassismus das College verlassen, dabei ist er selber ein unsichtbarer Schwarzer. In Rückblenden wird erzählt, wie er in der Jugend seine Rasse verleugnete, um sich seinen ehrgeizigen Lebensweg zu ebnen und damit die dunklen Gestalten, die Geister rief, die ihn nun im Alter wieder einholen und vernichten werden. Denn sein spätes Glück ist ebenfalls befleckt durch die Abgründe und Geister in Faunias Leben. Alle Versuche, die Reinheit und Aufrichtigkeit gegenüber dem eigenen Leben wieder herzustellen, müssen scheitern an der gnadenlosen Mauer der moralischen Macht einer ihre eigenen Unzulänglichkeiten versteckenden Umwelt.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb