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Der Prozess
The Trial

Frankreich, Italien 1963

DVD 110min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Englisch   
Untertitel
Deutsch, Niederländisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch   
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Regie
Orson Welles
Drehbuch
Orson Welles
Kamera
Edmond Richard
Musik
Tomaso Albinoni, Jean Ledrut
Produzent
Alexander Salkind
Literaturvorlage
Franz Kafka
Schauspiel
Orson Welles, Michael Lonsdale, Jeanne Moreau, Romy Schneider, Akim Tamiroff, Anthony Perkins, Thomas Holtzmann, Suzanne Flon, Wolfgang Reichmann, Madeleine Robinson, Jess Hahn, Elsa Martinelli, Fernand Ledoux, Billy Kearns, Carl Studer, Arnoldo Foà
Genre
Thriller
Stichworte
Klassiker, Schwarz-Weiss, Wahnsinn, Psychothriller, Literaturverfilmung
Inhalt
Düster-expressionistischer Kino-Alptraum nach dem Roman von Franz Kafka. Eines Nachts wird der bis dato unbescholtene Angestellte Josef K. von zwei Polizeibeamten geweckt. Ein Inspektor erklärt ihm, er sei angeklagt und solle von nun an auf seinen Prozess warten. Den Grund für diese Anklage erfährt der vollkommen paralysierte und verängstigte Herr K. freilich nicht - er wartet. Es kommt der Tag der Verhandlung. Josef K. versucht, sich zu verteidigen, jedoch vergeblich. Sein Prozess schleppt sich dahin. Erneut will er den Richter aufsuchen, aber der ist verschwunden. Hinter der Tür, die zu seinem Büro führte, befindet sich eine Wohnung. Josef K. sucht nach Mitteln und Wegen, um sich aus seiner Lage zu befreien. Als weder ein Rechtsanwalt noch Bekannte mit vermeintlich einflussreichen "Beziehungen" einen Ausweg aus der seltsamen Situation weisen, beschließt Josef K. verzweifelt, endgültig auf fremde Hilfe zu verzichten und auf seine Unschuld zu vertrauen. Doch dann wird er abgeholt und ...

Kommentare

5 Punkte von Stefan Senf:
Einmal nur habe ich diesen Film bisher gesehen, ein Jahr ist es her - und es geradezu beunruhigend, wie viel ich von ihm behalten habe. Kann man einem Film ein größeres Kompliment machen als dass er sich ins Gedächtnis eingebrannt hat? Über weite Strecken hält er sich genau an Kafka, von dem man doch eigentlich meinen sollte, dass er unverfilmbar wäre. Aber Welles scheiterte an Kleinigkeiten (Geld, Eitelkeit, Tod eines Hauptdarstellers, Diebstahl des Filmmaterials), nicht an der großen Unmöglichkeit dieses Filmes. Ein Film wie dieser hätte in den USA gar nicht entstehen können, er ist ganz und gar europäisch, trotz seines amerikanischen Regisseurs und seines amerikanischen Hauptdarstellers (der französisch sprach, als wäre er an der Seine geboren). Es gibt viele Dinge, die ich in dieser Besprechung anreißen könnte, aber mehr als das könnte es nicht werden. Darum - seht ihn euch an. Verwirrend, genial, deprimierend, feurig, düster, kraftvoll, provokant, markant. Seht ihn euch an!

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