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Das große Rennen von Belleville
Belleville Rendez-Vous

Frankreich, Grossbritannien, Belgien, Kanada 2003

DVD 78min

Standort

WestEnd Trick/ Anime

Sprachen
Deutsch, Französisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Sylvain Chomet
Drehbuch
Sylvain Chomet
Musik
Benoît Charest
Produzent
Didier Brunner, Viviane Vanfleteren
Stimme
Michel Robin, Béatrice Bonifassi, Lina Boudreau, Michèle Caucheteux, Jean-Claude Donda, Mari-Lou Gauthier
Empfohlen von
Mitarbeiter
Genre
Musikfilm, Komödie, Drama, Trick/Animation
Stichworte
Sport, Milieudrama, Zeichentrick
Inhalt
Außergewöhnliche Zeichentrick-Story rund um die Tour de France. Oscar-nominiert 2004. Für die Tour de France trainiert der kleine Enkel von Madame Souzas auf seinem Fahrrad, als er von zwei Männern in Schwarz gekidnappt wird. Oma und ihr Hündchen nehmen sofort die Verfolgung auf und landen in der Stadt Belleville, in der sie Hilfe bei den Belleville-Schwestern finden - einem in die Jahre gekommenen Revue-Duo.

Kommentare

5 Punkte von Lars Tuncay:
In diesem Jahr hat es erstmals in der Geschichte des Animationsoscars ein ausländischer Film unter die Nominierungen geschafft – und dazu noch ein französischer. Auf der Zielgeraden hatte er natürlich keine Chance gegen die übermächtige Fisch-Konkurrenz, aber „Das große Rennen von Belleville“ ist mit nicht weniger Liebe und Phantasiereichtum entstanden, als die Welt von Pixars Nemo. Erzählt wird die Geschichte des einsamen, kleinen Champion und seiner kauzigen Großmutter Madame Souza. Der kleine Waise träumt davon, irgendwann bei der Tour de France teilzunehmen und trainiert über all die Jahre hinweg, bis es endlich zum großen Rennen kommt. Doch ein paar zwielichtige Anzugträger entführen Champion und seine Oma folgt ihnen über den Atlantik nach Belleville, um ihren Sprößling aus den Fängen der französischen Mafia zu befreien. Es ist schier unglaublich, mit welchem Einfallsreichtum und stilistischem Geschick der französische Comic-Zeichner Silvain Chomet in seinem Langfilmdebüt aufwartet. Da werden Frösche gesprengt, Kaulquappeneimer verwandeln sich im virtuosen Schnitt in Mondsilhouetten und drei alte Damen bringen im Stil der klassischen Merry Melodies-Cartoons die ganze Welt zum swingen. Überhaupt erinnert die gesamte Optik des dialoglosen Meisterwerks an die ersten animierten Gehversuche des Zeichentrickfilms. Aber Chomet verzichtet auch nicht auf Computertricks, um seine Welt zum Leben zu erwecken. Er schuf mit „Das große Rennen von Belleville“ eine rundum gelungene, surrealistische Reise in eine zeitlose Phantasiewelt, wie sie so noch nie auf der Leinwand zu sehen war.

5 Punkte von Nadin:
Zum Waisenkind geworden lebt der kleine Champion bei seiner Oma, die versucht den Verlust der Eltern auszugleichen. Die Liebe zu ihrem Enkel läßt sie über ihre Grenzen hinauswachsen, sie gibt sich für ihn vollkommen auf. Der Satz "Ja Oma, der Film ist aus" reflektiert die Liebe, die sie von ihm dafür zurückerhält. Fazit: Ohne Schnörkel, klar und clever, eine schön-kautzige Liebeserklärung an alle Omas dieser Welt. Danke!

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb