Blättern  

Suche

Suche
WestEnd Logo

Was nützt die Liebe in Gedanken

BRD 2004

DVD 89min

Standort

WestEnd Drama - deutsch

Sprachen
Deutsch   
Kommentar schreiben
Regie
Achim von Borries
Drehbuch
Annette Hess, Achim von Borries, Hendrik Handloegten
Kamera
Jutta Pohlmann
Musik
Thomas Feiner
Produzent
Stefan Arndt, Manuela Stehr, Christophe Mazodier
Literaturvorlage
Arno Meyer
Schauspiel
Daniel Brühl, August Diehl, Jana Pallaske, Thure Lindhardt, Julia Dietze, Anna Maria Mühe, Christoph Luser, Fabian Oscar Wien, Tino Mewes, Holger Handtke, Jonas Jägermeyr, Verena Bukal, Marius Frey
Genre
Liebesfilm
Stichworte
Freundschaft, Coming-of-age
Inhalt
Atmosphärisch schwebend rekonstruierter Mordfall unter Jugendlichen aus Berlin Ende der 20er Jahre, bekannt geworden als "Steglitzer Schüler-Tragödie". Nach dem Roman "Der Selbstmörderclub" von Arno Meyer.

Kommentare

3 Punkte von Lars Tuncay:
Die Jahre zwischen den Weltkriegen war vor allem für die Jugend eine Zeit der Orientierungslosigkeit. Auch der verwöhnte Waffennarr Günther (August Diehl) und sein Freund Paul (Daniel Brühl), ein angehender Dichter, wissen nicht so recht was sie mit sich und ihrem Leben in den vom Wirtschaftsaufschwung geprägten "glücklichen Zwanziger Jahren“ anfangen sollen. Einzig die Todessehnsucht schweißt sie zusammen und so schließen sie einen Pakt, dem eigenen Leben und dem ihrer Liebhaber ein Ende zu setzen, wenn die Zeit reif ist. Bei einer Party mit ihren Mitschülern kommt es schließlich zu gefährlichen Spannungen zwischen Pauls großer Liebe, Günthers Schwester Hilde (Anna Maria Mühe) und ihrem und Günthers Liebhaber Hans (Thure Lindhardt). Die Ereignisse jenes Sommertages 1927 blieben als die "Steglitzer Schülertragödie“ im deutschen Gedächtnis. Als Achim von Borries ("England!“) beschloss, die Geschehnisse von damals ins Bewusstsein der jüngeren Generationen zu transportieren, stand ihm bei XFilme bereits eine umfangreiche Recherchesammlung zur Verfügung. Mit zwei hervorragenden Hauptdarstellern, deren Spiel man anmerkt, dass sie auch privat gute Freunde sind und einer äußerst authentischen Kulisse und Ausstattung gelingt ihm dies auch zunächst. Die zähe Inszenierung und einige Besetzungsfehler lasten dem Film aber eine allzu typisch deutsche Steifheit auf, die man von dem jungen Regisseur nicht erwartet hätte. Man fragt sich vor allem, ob es nicht auch hierzulande einen blonden, blauäugigen Schönling gegeben hätte, der die Rolle des Hans besser hätte ausfüllen können, als der Däne Thure Lindhardt, der einige Szenen hörbar nachsynchronisieren musste.

3 Punkte von Liv:
Also man ganz ehrlich, August Diehl und Daniel Brühl sind zweifellos hervorragende Schauspieler, aber hat man ihre Mimik nicht schon weit ferner vom blossen Grimassieren erlebt, als in diesem Spektakel? Ich glaube schon. Grundsätzlich halte ich sowieso recht wenig von der Regieleistung von Achim von Borries. Zu gekünstelt, mit zuviel Effekthascherei verpasst er es die durchaus vorhandenen Tiefen der Geschichte auszuloten. Der Konstellation des Films bietet ungemein viel Potential, das der Regisseur nicht zu nutzen wusste.

4 Punkte von Andre Herrn:
Anscheinend muss man ein Faible für die 20er Jahre und das märkische Land haben um diesen Film gut zu finden. Anders kann ich mir die eher negativen bisherigen Kritiken zu diesem Film nicht erklären. Die ganze Geschichte basiert auf der "Steglitzer Schülertragödie(1927)". Die Handlung wurde schon in den beiden bisherigen Kritiken erläutert. Der Film lebt jedoch zum einen von den tollen Bildern der 20er Jahre. Die alten Cafés, die weißen Hemden -> das Flair ist einfach toll. Dazu kommt noch die wirklich gut gewählte Musik. Und ein Hauptschauplatz, das Landhaus der Familien Scheller, welches einen an schwüle Sommerabende und die eigene Jugend erinnert. Die Geschichte um die beiden Hauptdarsteller fliegt teilweise sehr schnell am Zuschauer vorbei, aber so ist es halt mit der Jugend.

3 Punkte von anonym:
Nett anzusehen, aber belanglos.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb