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Zatoichi - Der blinde Samurai
座頭市

Japan 2003

DVD 116min

Standort

WestEnd Regisseure A-Z

Sprachen
Deutsch, Japanisch   
Untertitel
Deutsch   
Regie
Takeshi Kitano
Drehbuch
Takeshi Kitano
Kamera
Katsumi Yanagishima
Musik
Keiichi Suzuki
Produzent
Masayuki Mori, Takio Yoshida
Literaturvorlage
Kan Shimozawa
Schauspiel
Takeshi Kitano, Tadanobu Asano, Tadanobu Asano, Akira Emoto, Yuuko Daike, Tsutomu Takeshige, Makoto Ashikawa, Yui Natsukawa, Ittoku Kishibe, Gadarukanaru Taka, Ben Hiura, Saburo Ishikura, Michiyo Ookusu, Daigorô Tachibana
Awards
Toronto: Publikumspreis
Genre
Drama, Action
Stichworte
Far East, Samurai, Blindheit

Kommentare

5 Punkte von Lars Tuncay:
Im Japan des 19. Jahrhunderts regieren Banden über die einfachen Leute und fordern regelmäßig ihr Schutzgeld. Der blinde Masseur Zatoichi (Beat Takeshi) wäre wohl längst tot, könnte er sich nicht auf sein gutes Gehör und seine Schwertkunst verlassen. Im Gegensatz zu dem herrenlosen Samurai Hattori (Tadanobu Asano), der für seine schwer kranke Frau in die Dienste der Ginzo-Gang tritt, kämpft Zatoichi aber nur, wenn er angegriffen wird. Doch schon bald muss er nicht mehr nur sein eigenes Leben, sondern auch das der beiden Geishas O-Sei und O-Kinu beschützen. Takeshi Kitano hat mit "Zatoichi" nicht nur seinen ersten Historienfilm gedreht, sondern gleichzeitig auch seinen ersten Tanzfilm. Die Beziehung der rhythmusbetonten Musik von Keiichi Suzuki zu den Bauern auf dem Feld, Handwerkern beim Hausbau oder den tänzerischen Bewegungen der Samurai ist allgegenwärtig und bereichert das klassische Genre um eine erfrischende Nuance. Erstmals nach seinem Debüt „Violent Cop“ griff Kitano dabei auf eine fremde Idee zurück, denn die Figur Zatoichi hatte bereits Auftritte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen der letzten Jahrzehnte. Mit seinem typischen Humor, einer von ihm bekannten Schonungslosigkeit und seiner eigenen großartigen Leistung in der Rolle des blinden Samurais erschließt sich Kitano ein weiteres Genre und verpasst ihm sein unnachahmliches Flair.

5 Punkte von T- Bone Steak:
Wer glaubt, dass- meinetwegen- Tarantinos KILL BILL der definitive Kick bezüglich der (aktuellen) Inszenierung von Kampf- und Gewaltszenen sei, sollte sich mit Kitanos ZATOICHI eines Besseren belehren lassen. Souverän und gelassen weist der ältere Japaner dem jungen Amerikaner seinen Platz zu- in der zweiten Reihe. Hinzukommt, dass Kitanos Regie, die Qualität seiner Schauspieler, Kameraarbeit und Musik den Film über bloßes, gutes Genrekino hinaushebt. Kitano San ist der Meister. ZATOICHI ein Meisterwerk.

© der Film- und Personenbilder beim jeweiligen Studio/Vertrieb